"jerks." nicht mehr auf Joyn verfügbar - Joyn nimmt Jerks. nach Ulmen-Vorwürfen aus dem Programm
Der Streamingdienst Joyn hat die Comedyserie Jerks. aus seinem Programm genommen – als Reaktion auf schwere Vorwürfe gegen den Schauspieler Christian Ulmen. Der Schritt erfolgt, nachdem seine Ex-Frau Collien Fernandes ihn öffentlich der "virtuellen Vergewaltigung" beschuldigt hatte, bei der er angeblich Deepfakes und gefälschte Online-Profile eingesetzt haben soll. Ihre Anschuldigungen, die sie im März 2026 auf Instagram veröffentlichte, haben in Deutschlands Unterhaltungsbranche eine breite Debatte ausgelöst.
Fernandes und Ulmen spielten in Jerks. einst ein ehemaliges Paar – eine erfolgreiche Serie, die Joyn nun aus dem Angebot genommen hat. Ihre Vorwürfe, die sie am 19. und 20. März 2026 mit Screenshots und detaillierten Schilderungen digitaler Misshandlung untermauerte, verbreiteten sich rasant im Netz. Die Posts erreichten über 350.000 Likes und befeuerten Hashtags wie #DerFeindImEigenenBett. Viele sahen Parallelen zum viel diskutierten Fall Pelicot, was die öffentliche Aufmerksamkeit weiter verstärkte.
Der Sender ProSieben, der ebenfalls mit Ulmen zusammenarbeitet, hat die Vorwürfe zur Kenntnis genommen, bisher aber keine weiteren Konsequenzen angekündigt. Die rechtlichen Ermittlungen in Spanien stecken noch in den Anfängen; eine offizielle Anklage liegt bisher nicht vor. Nach deutschem und EU-Recht gilt für Ulmen weiterhin die Unschuldsvermutung, doch die Affäre hat sein öffentliches Image bereits nachhaltig verändert.
Die Absetzung von Jerks. ist die erste sichtbare Folge von Fernandes' Enthüllungen. Bisher sind keine weiteren Projekte mit Ulmen – etwa seine Rolle in der Krimireihe Tatort – betroffen. Wie der Fall sich weiterentwickelt, hängt auch davon ab, ob die spanischen Behörden die Vorwürfe zu einem offiziellen Verfahren führen.






