Wie Field-Target-Schießen vor 25 Jahren in Deutschland Fuß fasste
Field-Target-Schießen in Deutschland: Die Anfänge vor über zwei Jahrzehnten
Die Disziplin Field-Target-Schießen fand vor mehr als zwanzig Jahren ihren Weg nach Deutschland. Ein Besuch in England im Jahr 1999 weckte erstes Interesse, das schließlich zur offiziellen Einführung und Verbreitung des Sports im ganzen Land führte.
Der erste deutsche Field-Target-Wettbewerb wurde im Mai 1999 in Leipzig ausgetragen. Die Veranstalter liehen sich dafür Luftgewehre von führenden Herstellern wie Anschütz und Walther aus. Das um diese Zeit vorgestellte Anschütz 2020 FT gilt als das erste deutsche Luftgewehr, das speziell für diese Disziplin entwickelt wurde.
Im Herbst 1999 reiste eine deutsche Delegation zur Midland Game Fair in England, um Field Target zu bewerben. Später entwarf der Biologieprofessor Volker Blüm den ersten speziellen Parcours des Landes. Bis Ende 2000 hatte er den Bund Deutscher Sportschützen (BDS) davon überzeugt, den Sport offiziell anzuerkennen.
Kurz darauf wurde in Düsseldorf der Erste Deutsche Field-Target-Club 2000 gegründet. Die ersten Trainingseinheiten fanden auf dem Schießstand Schroppberg bei Hagen statt. Die Vereinsregeln sahen ein „Schützen-Förderprogramm“ vor, das neuen Clubs und Abteilungen den Einstieg erleichtern sollte. Auch das Unternehmen H&N unterstützte die Szene, indem es schwere Stahlziele aus England importierte, um Nachwuchssportlern die Ausrüstung zu ermöglichen.
Field Target etablierte sich in Deutschland rasant – mit strukturierten Wettbewerben und spezialisierter Ausstattung. Die Pioniere der ersten Stunde und die Vereine legten damit den Grundstein für die weitere Entwicklung des Sports im Land.
