27 March 2026, 14:37

Warum das Vertrauen in die Demokratie schwindet – und wer davon profitiert

Ein Plakat mit einem zentralen Baum, umgeben von Gesichtern, und dem Text "Der politische Cluster im Terrorismus" unten.

Warum das Vertrauen in die Demokratie schwindet – und wer davon profitiert

Warum das Vertrauen in die Demokratie schwindet: Eine neue Analyse des Soziologen Aladin El-Mafaalani

Der Dortmunder Soziologe Aladin El-Mafaalani untersucht in einer aktuellen Studie, warum das Vertrauen in die Demokratie zunehmend bröckelt. Im Fokus seiner Forschung steht die Abkehr der Menschen von staatlichen Institutionen, Gerichten, der Wissenschaft und den Medien. Stattdessen setzen sie ihr Vertrauen in rechtsextreme Bewegungen wie die Alternative für Deutschland (AfD).

El-Mafaalani analysiert, wie sich dieses Misstrauen über digitale Netzwerke verbreitet. Menschen, die etablierte Institutionen infrage stellen, finden online zusammen und verstärken gegenseitig ihre Skepsis. Diese Gruppen, die er als "Gemeinschaften des Misstrauens" bezeichnet, wachsen umso mehr, je stärker sie ihre systemkritischen Überzeugungen teilen.

In seinem Buch Gemeinschaften des Misstrauens argumentiert El-Mafaalani, dass bloße Enthüllungen über die Inkompetenz der AfD deren Anhänger nicht zurückgewinnen werden. Die Anziehungskraft der Partei liege vielmehr in ihrer Ablehnung der liberalen Demokratie – nicht in ihrer Politik. Seit ihrer Gründung 2013 hat sich die AfD vom Euro-Gegner zur Kraft gegen Migration, den Islam und die EU-Politik gewandelt, besonders nach der Flüchtlingskrise 2015.

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Populistische Strategen schüren dieses Misstrauen gezielt und erschweren es traditionellen Institutionen, ihre Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. El-Mafaalanis Arbeit wirft auch ein Licht auf ähnliche Entwicklungen im Ausland, etwa den Aufstieg von Figuren wie Donald Trump. Seine Erkenntnisse deuten auf neue Wege hin, um dem Rechtspopulismus wirksamer zu begegnen.

Besonders in Ostdeutschland hat die AfD durch die Ansprache tief verwurzelter Vorbehalte an Einfluss gewonnen. El-Mafaalanis Forschung zeigt, wie sich solche Netzwerke bilden und ausbreiten. Seine Analysen könnten helfen, Strategien gegen den anhaltenden Einfluss des Populismus zu entwickeln.

Quelle