07 April 2026, 04:09

Solinger Kirchenkreis stimmt über Fusion mit Düsseldorf-Mettmann und Niederberg ab

Eine kleine, weiße Kirche mit einem Turm und einem Kreuz steht in einem Feld, umgeben von einem Zaun und hohen Bäumen, mit dem Text "Kirche der Versöhnung an der Nerl" unten.

Solinger Kirchenkreis stimmt über Fusion mit Düsseldorf-Mettmann und Niederberg ab

Kirchenkreis Solingen berät über Fusion mit Nachbarregionen

Der Evangelische Kirchenkreis Solingen kommt an diesem Wochenende zu seiner Herbstsynode in der Stadtkirche Mitte am Fronhof zusammen. Die Delegierten stimmen über einen Vorschlag ab, sich mit den benachbarten Kirchenkreisen Düsseldorf-Mettmann und Niederberg zusammenzuschließen. Auf der Tagesordnung stehen zudem die Initiative "Klingenkirche 2030" sowie aktuelle Finanzberichte.

Die Fusionsgespräche begannen im Sommer 2025 mit ersten Sondierungsrunden zwischen den drei Kirchenkreisen. In einer gemeinsamen Sitzung aller Synodalvorstände wurde später beschlossen, den offiziellen Prozess im Januar 2026 einzuleiten.

Falls der Zusammenschluss beschlossen wird, könnte die Umsetzung drei bis vier Jahre dauern. Wichtige Weichenstellungen werden in jeder Phase gemeinsam getroffen, wobei die Gemeinden eine aktive Rolle bei der Gestaltung des Ergebnisses spielen sollen. Der Solinger Kreissynodalvorstand (KSV) betont, dass die Solinger Gemeinden innerhalb des neuen Kirchenkreises als eigenständige Region erhalten bleiben sollen.

Superintendentin Dr. Ilka Werner argumentiert, dass eine vollständige Eigenständigkeit Solingens die vorhandenen Ressourcen übermäßig belasten würde. Eine Fusion biete dagegen eine zukunftsfähigere und effizientere Struktur.

Die Synode beginnt am Freitagabend mit Finanzberichten und einer Würdigung der verstorbenen Pfarrerin Astrid Klumb. Am Samstag wird der neu gewählte Oberbürgermeister Daniel Flemm die Sitzung mit einem Grußwort eröffnen, bevor über den Fusionsantrag abgestimmt wird.

Das Ergebnis der Abstimmung am Samstag entscheidet, ob die drei Kirchenkreise den Zusammenschluss vorantreiben. Bei einer Zustimmung würde der Prozess Anfang 2026 offiziell starten, wobei die Gemeinden in den kommenden Jahren in die Entscheidungen einbezogen werden. Die Synode wird zudem die weitere Ausrichtung der Initiative "Klingenkirche 2030" prägen.

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