07 April 2026, 12:37

Margot Friedländers Vermächtnis lebt in neuen Gedenkplätzen weiter

Denkmal in einem Stadtplatz für Holocaust-Opfer mit einem Baum davor, einem Topfgewächse auf dem Boden, verstreuten trockenen Blättern und Gebäuden, Fahrzeugen, Masten und Bäumen im Hintergrund.

Zum Geburtstag: Menden öffnet den Margot-Friedländer-Platz - Margot Friedländers Vermächtnis lebt in neuen Gedenkplätzen weiter

Margot Friedländer, Überlebende des Holocaust und unermüdliche Kämpferin gegen das Vergessen, ist am 9. Mai im Alter von 103 Jahren verstorben. Ihr Vermächtnis lebt weiter – in ganz Deutschland ehren Städte ihr Andenken, allen voran Berlin und Menden, wo öffentliche Plätze nach ihr benannt werden sollen. Die erste Widmung findet an diesem Mittwoch in Menden statt, an ihrem Geburtstag, den sie in diesem Jahr nicht mehr erleben durfte.

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Margot Friedländer wurde in eine jüdische Familie hineingeboren und überstand die nationalsozialistische Verfolgung, bevor sie nach New York floh, wo sie über 60 Jahre lebte. Später kehrte sie nach Deutschland zurück und widmete ihr Leben der Aufklärung junger Menschen über den Holocaust – durch Schulbesuche und öffentliche Vorträge.

Die Initiative, einen Platz nach ihr zu benennen, ging von Schülerinnen und Schülern des Netzwerks "Augen auf!" aus, das sich gegen Ausgrenzung und für die Würde des Menschen einsetzt. Nach ihrem Tod stimmte der Stadtrat von Menden einstimmig für den Vorschlag. Der zentrale Platz nahe dem Rathaus trägt nun ihren Namen; die offizielle Zeremonie ist für Mittwoch, 18 Uhr, geplant.

Bei der Einweihung werden Videoaufnahmen mit Friedländers Zeitzeugenberichten gezeigt, zudem ist eine Botschaft des Sängers Max Raabe vorgesehen. Unterdessen arbeitet der Berliner Senat mit der Margot-Friedländer-Stiftung zusammen, um ähnliche Ehrungen zu prüfen – damit ihre Geschichte im öffentlichen Gedächtnis bleibt.

Die Umbenennung des Margot-Friedländer-Platzes in Menden steht für ihr lebenslanges Engagement für die Erinnerung an den Holocaust. Die Feier wird von ihren eigenen Worten geprägt sein und so ihre Botschaft an kommende Generationen weitergeben. Weitere Würdigungen in Berlin werden erwartet, denn ihr Wirken inspiriert weiterhin zum Einsatz gegen das Vergessen.

Quelle