Solingens Kirchen in der Krise: SPD fordert Rettungsstrategie für historische Gotteshäuser
Julian NetteSolingens Kirchen in der Krise: SPD fordert Rettungsstrategie für historische Gotteshäuser
Die Zukunft mehrerer Kirchen in Solingen bleibt ungewiss, während die Pläne zu ihrer Außerdienststellung voranschreiten. Ernst Lauterjung, der neue Fraktionsvorsitzende der SPD, hat eine stadtweite Strategie gefordert, um ihre langfristige Nutzung zu klären. Die Gebäude besitzen historischen Wert und sind zentrale Stützen des Gemeinschaftslebens – doch ihre Zukunftsfähigkeit steht infrage.
Die Kirchen prägen das Stadtbild Solingens und dienen als wichtige soziale Anlaufstellen in den Vierteln. Viele Gemeinden kämpfen jedoch mit sinkenden Besucherzahlen, was das Schicksal von Gebäuden wie der Lutherkirche gefährdet. Die SPD-Fraktion verlangt nun einen strukturierten Plan, um stillgelegte Standorte sinnvoll umzunutzen.
Lauterjung betonte die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Kirchen, Politik und Verwaltung. Er schlug ein gemeinsames Verfahren vor, um nachhaltige Lösungen zu erarbeiten, und verwies auf erfolgreiche Beispiele aus anderen Städten. Die SPD sicherte zu, eng mit den Gemeinden zusammenzuarbeiten, machte aber deutlich, dass die Stadt keine vollständige finanzielle oder organisatorische Verantwortung übernehmen könne.
Erste Vorschläge sollen bald vorgelegt werden, mit Fokus auf praktische Nutzungsmöglichkeiten und Finanzierungsmodelle. Die Fraktion pocht auf eine langfristige Perspektive über das Jahr 2030 hinaus, um sicherzustellen, dass die Kirchengebäude der Gesellschaft auch in neuer Form dienen.
Mit ihrem Vorstoß für eine übergreifende Strategie will die SPD das Schicksal der Solinger Kirchen sichern. Ohne zügiges Handeln drohen stillgelegte Gebäude zu verfallen und ihre kulturelle sowie soziale Bedeutung zu verlieren. Die nächsten Schritte hängen von der Zusammenarbeit zwischen Kommunalpolitik, Kirchengemeinden und lokalen Initiativen ab.






