NRW fördert freiwillige Ausreisen abgelehnter Asylbewerber mit neuen Beratungsstellen
Jacob FiebigNRW fördert freiwillige Ausreisen abgelehnter Asylbewerber mit neuen Beratungsstellen
Nordrhein-Westfalen drängt auf mehr freiwillige Ausreisen abgelehnter Asylbewerber
Innenministerin Josefine Paul hat Pläne vorgelegt, die Unterstützung für abgelehnte Asylsuchende auszubauen – darunter 24,5 neue Beratungsstellen. Der Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Behörden unter Druck stehen, teure Abschiebungen zu reduzieren und Rückführungen effizienter zu gestalten.
In den vergangenen Jahren hat das Land freiwillige Ausreisen zunehmend in den Fokus gerückt. Allein in Hamm wurden in den letzten drei Jahren 753 solche Fälle organisiert. Ein Beispiel ist Mohammad Zeynalov, ein Aserbaidschaner, dessen Asylantrag abgelehnt wurde. Statt eine Abschiebung abzuwarten, entschied er sich für die Rückkehr in seine Heimat – unterstützt durch eine finanzielle Hilfe von 6.000 Euro. Rückblickend betrachtet er dies als die richtige Entscheidung.
Die Kosten für Zwangsabschiebungen bleiben hoch. Ein einziger Charterflug nach Pakistan kostete im vergangenen Jahr über 400.000 Euro – ein Grund, warum freiwillige Rückkehren als praktikablere Lösung gelten. Manche Familien, wie die Demirs, sind sogar noch vor einem offiziellen Asylbescheid ausgereist.
Trotz Forderungen einiger Gruppen nach mehr Abschiebungen setzt die Landesregierung auf Unterstützung für diejenigen, die bereit sind, zurückzukehren. Die neuen Beratungsstellen sollen abgelehnte Antragsteller durch den Prozess begleiten und die Rückführung reibungsloser und weniger konfrontativ gestalten.
Das Vorgehen des Landes vereint finanzielle Überlegungen mit humanitären Aspekten. Durch erweiterte Beratungsangebote und finanzielle Hilfen könnten mehr abgelehnte Asylbewerber den Weg in ihre Heimat eigenverantwortlich wählen. Die Politikänderung zielt darauf ab, sowohl die Kosten als auch die Spannungen im Zusammenhang mit Zwangsabschiebungen zu verringern.






