11 May 2026, 02:12

Rettungskräfte fordern dringend Breitbandnetz für moderne Krisenkommunikation

Feuerwehrleute in Helmen und Schutzausrüstung arbeiten an einem Feuerhydranten mit Rohren, Ventilen und einer Wand im Hintergrund.

Rettungskräfte fordern dringend Breitbandnetz für moderne Krisenkommunikation

Rettungskräfte in Deutschland drängen auf moderneres Kommunikationssystem für aktuelle Krisenlagen

Auf dem jüngsten Blaulicht-Tag in Essen haben Verantwortliche die Notwendigkeit eines krisensicheren Breitbandnetzes für die Einsatzkräfte betont. Das derzeitige Digitalfunknetz BOS, das auf dem europäischen TETRA-Standard basiert, ist zwar zuverlässig für Sprachverbindungen, genügt aber nicht den Anforderungen moderner Echtzeitdatenübertragung – etwa für Video-Streams oder Telemedizin.

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Die Veranstaltung vereinte Vertreter von Bund und Ländern, darunter Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Aufrüstung des bestehenden Digitalfunks BOS. Zwar funktioniert das System für Sprache und einfache Datenübertragung einwandfrei, doch für Live-Lagekarten, Drohnenaufnahmen oder telemedizinische Unterstützung fehlt es an der nötigen Bandbreite.

Praktische Vorführungen bei der Essener Feuerwehr veranschaulichten das Potenzial eines zukunftsfähigen Netzes. Einsatzkräfte präsentierten Tools wie Echtzeit-Kartierung und Fern-Konsultationen mit Ärzten. Solche Funktionen erfordern jedoch ein eigenes, autonomes Netz im UHF-Bereich zwischen 470 und 694 Megahertz.

Staatssekretärin Dr. Daniela Lesmeister unterstrich, dass Breitband für Rettungskräfte längst keine Option mehr sei, sondern eine Notwendigkeit. Ohne gesicherte Frequenzen drohten Behörden die Kontrolle über ihre kritische Kommunikation zu verlieren, warnte sie. Die Dringlichkeit wurde durch einen Stromausfall in Berlin 2022 deutlich: Während Mobilfunknetze zusammenbrachen, blieb der Digitalfunk BOS funktionsfähig.

Der Ruf nach einem Breitband-Ausbau kommt zu einer Zeit, in der Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste zunehmend auf Echtzeitdaten angewiesen sind. Für Rückfragen stehen folgende Kontakte zur Verfügung: - die Koordinierungsstelle Digitalfunk BOS unter [email protected] - die Zentrale Polizeipressestelle unter [email protected] oder telefonisch unter 0203 4175 81444.

Quelle