10 May 2026, 06:27

Münsters Wirtschaft und Politik streiten über Fußgängerzone und Leerstände im Zentrum

Offenes Buch mit detaillierter Stadtkarten-Illustration und umgebenem Text

Münsters Wirtschaft und Politik streiten über Fußgängerzone und Leerstände im Zentrum

Kürzliche Gesprächsrunde brachte Münsters Lokale Wirtschaft und Politik an einen Tisch

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bei einem jüngsten Treffen kamen lokale Unternehmer und Stadtratsmitglieder zusammen, um über die Zukunft des Münsteraner Stadtzentrums zu diskutieren. Die unter dem Motto „Wirtschaft trifft Politik“ stehende Veranstaltung konzentrierte sich auf steigende Grundsteuern und einen umstrittenen Plan, einen Abschnitt der Wilhelm-Bockelmann-Straße zur Fußgängerzone umzuwandeln. Die Stimmung war angespannt, da die Vorschläge auf die Sorgen der Händler trafen, die bereits mit hohen Leerstandsquoten kämpfen.

Die Aktionsgemeinschaft Münster (AGM) hatte die Zusammenkunft organisiert. Ihre Vorsitzende, Maria Plaschka, betonte die Schwierigkeiten, das Stadtzentrum angesichts knapper Haushalte wiederzubeleben. Sie kritisierte den SPD-Vorschlag zur Fußgängerzone als unausgereift und monierte, dass wichtige Akteure nicht einbezogen worden seien. Die anwesenden Unternehmer teilten ihre Skepsis und argumentierten, dass das Vorhaben kaum mehr Kundschaft anlocken werde.

Der lokale Händler Wernhard Helms präsentierte eine Reihe von Fotos, die Reihen leerstehender Läden entlang der Wilhelm-Bockelmann-Straße zeigten. Seine bildhafte Darstellung unterstrich die Dringlichkeit der Lage. Als Reaktion schlug die AGM einen Förderfonds vor, der neuen Einzelhändlern durch die vorübergehende Übernahme von Mietkosten unter die Arme greifen soll.

Trotz der scharfen Kontroversen sah Plaschka auch eine positive Entwicklung: Die Veranstaltung habe den dringend notwendigen Dialog zwischen Wirtschaft und Politik wieder in Gang gebracht. Gegen Ende signalisierte der SPD-Vertreter Marco Tews, den Fußgängerzonen-Plan zurückzuziehen – ein Eingeständnis des massiven Widerstands seitens der Händler.

Das Treffen endete mit dem Rückzug der SPD-Fraktion von ihrem ursprünglichen Vorhaben. Der Vorschlag der AGM für einen Förderfonds bleibt als Alternative zur Stärkung der angeschlagenen Einzelhändler auf dem Tisch. Fürs Erste werden die Gespräche fortgesetzt, während beide Seiten nach praktikablen Lösungen für die Herausforderungen des Stadtzentrums suchen.

Quelle