10 April 2026, 22:10

Menden ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit neuem Platznamen

Denkmal in einem Stadtplatz, das Holocaust-Opfern gewidmet ist, mit einem Baum davor, einem Topf mit einer Pflanze darin, verstreuten trockenen Blättern und Gebäuden, Fahrzeugen und Bäumen im Hintergrund.

Zum Geburtstag: Menden eröffnet den Margot Friedländer-Platz - Menden ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit neuem Platznamen

Neuer Platz in Menden wird zu Ehren der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer benannt

Die feierliche Einweihung des Platzes findet am Mittwoch um 18 Uhr statt – an dem Tag, an dem Margot Friedländer ihren 104. Geburtstag gefeiert hätte. Die am 9. Mai verstorbene Zeitzeugin hatte jahrzehntelang ihre Geschichte weitergegeben, um jüngere Generationen aufzuklären.

Der Platz in der Nähe des Mender Rathauses im Sauerland geht auf eine Initiative lokaler Schülerinnen und Schüler zurück, die noch zu Friedländers Lebzeiten den Vorschlag einbrachten. Nach ihrem Tod im Alter von 103 Jahren stimmte der Stadtrat einstimmig für die Umbenennung. Friedländer hatte über 60 Jahre in New York gelebt, blieb aber durch ihre Bildungsarbeit eng mit Deutschland verbunden.

Bei der Zeremonie werden Videoaufnahmen mit ihren Zeugnissen gezeigt, um sicherzustellen, dass ihre Stimme weiterhin Gehör findet. Auch der Sänger Max Raabe wird mit einer Botschaft vertreten sein. Die Veranstaltung steht im Zeichen des Netzwerks "Augen auf!" , das sich durch die Erinnerung an den Holocaust gegen Ausgrenzung einsetzt und die Würde des Menschen verteidigt.

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Friedländer war bekannt für ihr unermüdliches Engagement, die Erinnerung an die Vergangenheit wachzuhalten. In Schulen und bei öffentlichen Auftritten mahnte sie stets, die Gräueltaten des Holocaust niemals zu vergessen. Die Einweihung des Margot-Friedländer-Platzes verankert ihr Vermächtnis nun dauerhaft in der Stadt. Ihre Arbeit in der Bildungs- und Erinnerungsarbeit bleibt ein zentraler Bezugspunkt für die Gemeinschaft. Der Platz steht als sichtbare Mahnung für ihren Mut und ihr lebenslanges Eintreten für die Menschenrechte.

Quelle