10 April 2026, 20:09

Marls Bürgermeister erlebt Flucht-Hürden im Escape-Room "Unbekannte Unbehagen"

Plakattext lautet: "Flüchtlinge können von über 1.000 Coursera-Kursen kostenfrei profitieren und werden in geführten Diskussionen lokale Studierende begleiten" mit mehreren Personen mit Taschen, die Flüchtlinge sein könnten.

Marls Bürgermeister erlebt Flucht-Hürden im Escape-Room "Unbekannte Unbehagen"

Marls Bürgermeister schlüpft buchstäblich in die Rolle eines Geflüchteten

Thomas Terhorst, der Bürgermeister von Marl, besuchte einen Escape-Room, der die Herausforderungen nachbildet, mit denen Neuankömmlinge in Deutschland konfrontiert sind. Das Erlebnis mit dem Titel "Unbekannte Unbehagen" zielt darauf ab, bei der einheimischen Bevölkerung mehr Empathie zu wecken.

In dem Escape-Room müssen die Teilnehmer unter Zeitdruck Aufgaben bewältigen – ähnlich wie Geflüchtete, die sich in einem fremden Land durch bürokratische Hürden kämpfen müssen. Die Spieler füllen Formulare in einer unbekannten Sprache aus und lösen Rätsel, um innerhalb einer Frist eine fiktive Aufenthaltserlaubnis zu erhalten. Klassische Escape-Room-Elemente sind eingebaut, doch der Fokus liegt auf realen Hindernissen.

Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative der Stadt Marl und der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen. Organisiert von der "Flüchtlingshilfe Bonn" wird es mehrere Wochen in Marl zu erleben sein, bevor es nach Duisburg weiterzieht. Der WDR begleitete Terhorsts Besuch mit der "Lokalzeit" und hielt seine Reaktionen sowie ein Interview über das Erlebnis fest.

Terhorst lobte die Aktion später als wirksames Mittel, um soziale Barrieren abzubauen. Sie biete eine starke Möglichkeit, den Austausch zwischen Menschen mit und ohne Fluchthintergrund anzuregen.

Die temporäre Ausstellung gibt einen kleinen, aber eindrucksvollen Einblick in die täglichen Schwierigkeiten, mit denen Geflüchtete konfrontiert sind. Nach dem Gastspiel in Marl zieht der Escape-Room nach Duisburg weiter und setzt dort seine Mission fort, das Verständnis in der Gesellschaft zu fördern. Die Teilnahme des Bürgermeisters hat bereits Aufmerksamkeit auf die Rolle des Projekts für den kommunalen Dialog gelenkt.

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