Lamin Leroy Gibba revolutioniert mit Black Fruits das deutsche Fernsehen
Albin KeudelDu hast keine Rollen für Schwarze Menschen? Dann 'Auf Wiedersehen, Deutschland!' - Lamin Leroy Gibba revolutioniert mit Black Fruits das deutsche Fernsehen
Lamin Leroy Gibba sorgt mit Black Fruits für Furore – einer bahnbrechenden ARD-Serie über Rassismus, Sexismus und Homophobie im Alltag. Die von ihm kreierte, geschriebene und Hauptrolle tragende Produktion begleitet Lalo, einen schwarzen, schwulen Mann aus Hamburg. Für seine Arbeit wurde Gibba bereits mit renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter der Bayerische Fernsehpreis sowie eine Nominierung für den Grimme-Preis.
Gibbas Weg begann in New York, wo er an der New School Schauspiel, Regie und Drehbuch studierte. Nach fünf Jahren in den USA zog er mit der Idee zu Black Fruits nach Berlin. Die Serie spiegelt seine eigenen Erfahrungen wider, darunter ein prägender Moment mit elf Jahren, als rassistische Klischees in einer Theaterproduktion ihn an seiner Identität zweifeln ließen.
Hinter der Kamera setzte Gibba auf Vielfalt: Der Großteil des Teams bestand aus queeren Personen oder People of Color. Die schonungslose Darstellung von Diskriminierung traf beim Publikum einen Nerv und erntete Kritikerlob. Trotz des Erfolgs erhielt Black Fruits lediglich eine Grimme-Preis-Nominierung – Gibbas persönliche Auszeichnung –, während die Serie selbst leer ausging.
Früh in seiner Karriere machte Gibba als Teil der Forbes-Liste 30 Under 30 auf sich aufmerksam. Mit Black Fruits bricht er weiterhin Tabus und nutzt seine Plattform, um marginalisierten Stimmen Gehör zu verschaffen. Die Serie festigt seinen Ruf als mutiger Geschichtenerzähler. Der Bayerische Fernsehpreis und die Grimme-Preis-Nominierung unterstreichen ihre Bedeutung. Black Fruits bleibt ein seltener, ungeschönter Blick auf intersektionale Kämpfe im heutigen Deutschland.






