Hilfsgüter und Spendenaufruf: Kanew kämpft um Strom und Licht nach Kriegszerstörung
Edit NiemeierHilfsgüter und Spendenaufruf: Kanew kämpft um Strom und Licht nach Kriegszerstörung
Die Hilfsinitiative Freunde von Kanew hat ihre Bemühungen zur Unterstützung der vom Krieg zerstörten Stadt Kanew intensiviert. Im Juli 2025 wurden zwei ausgemusterte Feuerwehrfahrzeuge und ein Sprinter-Transporter mit lebenswichtigen Hilfsgütern dorthin geschickt. Zudem hat die Gruppe einen dringenden Spendenaufruf gestartet, um die Stromversorgung wiederherzustellen und Notreparaturen zu finanzieren.
Bei einem jüngsten Treffen skizzierte Halyna Moskalenko gegenüber Bürgermeisterin Sabine Anemüller und lokalen Freiwilligen die dringendsten Bedürfnisse in Kanew. Ganz oben auf der Liste stehen dicke, transparente Folien als Ersatz für zerbrochene Fensterscheiben, die Licht in die beschädigten Wohnungen lassen und gleichzeitig Schutz bieten. Zwar wurde auch Sperrholz als Alternative in Betracht gezogen, doch dies würde das natürliche Tageslicht komplett abblocken.
Stromausfälle bleiben ein gravierendes Problem: Sie legen medizinische Geräte lahm und unterbrechen die Wasserversorgung sowie die Abwassersysteme. Um dies zu beheben, bittet Freunde von Kanew um finanzielle Unterstützung zur Reparatur der Strominfrastruktur.
Die beiden Feuerwehrfahrzeuge wurden gemeinsam von der Stadt Viersen, Freunde von Kanew und einem privaten Spender finanziert. Der Sprinter-Transporter hingegen wurde aus Bundesmitteln bezahlt. Durch regelmäßigen Austausch zwischen Viersen und Kanew wird sichergestellt, dass die Hilfe gezielt bei den Bedürftigsten ankommt.
Die jüngsten Lieferungen markieren eine weitere Phase der laufenden Unterstützung für Kanew. Mit verlässlicher Finanzierung und abgestimmten Maßnahmen strebt die Initiative an, die Grundversorgung wiederherzustellen und die Lebensbedingungen zu verbessern. Der Fokus liegt nun darauf, weitere Spenden für die Stromversorgung und Notfallreparaturen zu sichern.






