Großrazzia in NRW: 90 Bauunternehmen und 280 Arbeiter unter Verdacht
Gerhart HenckGroßrazzia in NRW: 90 Bauunternehmen und 280 Arbeiter unter Verdacht
Zollbeamte haben in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens groß angelegte Kontrollen durchgeführt. Bei der Aktion wurden fast 90 Arbeitgeber und rund 280 Beschäftigte in der Baubranche überprüft. Die Behörden werten nun die Ergebnisse aus, um weitere Schritte einzuleiten.
Die Kontrollen fanden in Köln, Bornheim im Rhein-Sieg-Kreis, Leverkusen sowie Bergisch Gladbach im Rheinisch-Bergischen Kreis statt. Mehr als 110 Beamte waren an den Überprüfungen beteiligt. Elf Männer wurden dabei ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis angetroffen.
Gegen diese Arbeiter und ihre Arbeitgeber wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. In fünf Fällen besteht der Verdacht auf Sozialleistungsbetrug. Drei weitere Unternehmen werden beschuldigt, ihren Mitarbeitern nicht den gesetzlichen Mindestlohn gezahlt zu haben. Zudem laufen fünf Verfahren wegen nicht abgeführter Sozialversicherungsbeiträge.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit prüft derzeit noch die Ergebnisse der Aktion. Die Kontrollen deckten zahlreiche Verstöße gegen Arbeits- und Einwanderungsrecht auf. Gegen die Betroffenen laufen bereits Strafverfahren. Weitere Analysen könnten zu zusätzlichen Anklagen oder Sanktionen führen.






