Generationswechsel beim Krefelder Festival: Neue Führung für kulturelle Traditionen
Albin KeudelGenerationswechsel beim Krefelder Festival: Neue Führung für kulturelle Traditionen
Ein langjähriges lokales Festival steht vor einem Führungswechsel nach mehr als einem Jahrzehnt
Sabine Mroch, die den Festivalverein elf Jahre lang geleitet hat, wird am Ende dieser Saison zurücktreten. Ihre Nachfolgerin wird Marika Löchte, eine gebürtige Krefelderin mit engen Bezügen zur Veranstaltung – sowohl als langjährige Besucherin als auch als ehemalige Assistentin der künstlerischen Leitung.
Das Festival ist seit Langem eine kulturelle Institution und bekannt für seine Mischung aus traditionellen und modernen Darbietungen. Jährlich umfasst das Programm ein Kinderstück sowie neuere Formate wie Poetry Slams, um aktuell zu bleiben. In diesem Jahr stehen Pocahontas als Kinderproduktion und Harry Keaton – The Brain, eine multimediale Mentalmagie-Show, auf dem Spielplan.
In den letzten Jahren haben sich die finanziellen Herausforderungen verschärft: Sparmaßnahmen und Diskussionen über Kürzungen der Fördergelder setzen die Veranstaltung unter Druck. Dennoch bleibt die Leitung entschlossen, die Zukunft des Festivals zu sichern. Der Vorstand möchte jüngere Familien ansprechen und einen reibungslosen Generationswechsel in der Führung gewährleisten.
Marika Löchte bringt drei Jahrzehnte Erfahrung als Festivalbesucherin und praktische Arbeit hinter den Kulissen mit. Sie unterstützte bereits Produktionen wie Der Club der toten Dichter und Fischer & Freunde. Der künstlerische Leiter Jan Bodinus, der bereits mit Löchte zusammengearbeitet hat, gilt als Entdecker aufstrebender Trends. Gemeinsam wollen sie die Grundlagen des Festivals stärken und es auf kommende Herausforderungen vorbereiten.
Der Wechsel markiert ein neues Kapitel für das Festival, in dem Löchte es durch finanzielle und generationenbedingte Veränderungen führen wird. Die diesjährigen Veranstaltungen – darunter das Kinderstück und die Zaubershow – finden wie geplant statt. Die Organisatoren hoffen, dass der Führungswechsel dem Festival hilft, sich anzupassen, ohne seine Kernwerte aufzugeben.






