Funke Mediengruppe verlässt MVFP – Branchenverband vor großer Herausforderung
Ivana SchleichFunke Mediengruppe verlässt MVFP – Branchenverband vor großer Herausforderung
Die Funke Mediengruppe hat ihren Austritt aus dem MVFP, dem Verband der Zeitschriften-, Medien- und Digitalverlage, bekannt gegeben. Als Gründe für den Schritt nannte das Unternehmen Differenzen bei der Wahlprozedur und in der Kommunikation. Der Rückzug markiert eine bemerkenswerte Zäsur für den Branchenverband.
Der Beschluss fällt in eine Phase des Führungswechsels beim MVFP: Lars Joachim Rose, Verleger beim Klambt-Verlag, soll den scheidenden Vorsitzenden Philipp Welte ablösen. Die Funke Mediengruppe, einer der größten Medienkonzerne Deutschlands, war über Jahre ein zentrales Mitglied und ein wichtiger finanzieller Förderer des Verbands.
Offen blieb, warum Julia Becker keine Führungsposition übernimmt. Auch zu einer möglichen Rückkehr in den MVFP oder den Bedingungen dafür äußerte sich das Unternehmen nicht. Es ist nicht das erste Mal, dass die Funke Mediengruppe sich aus einem Branchenverband zurückzieht – bereits 2022 verließ sie den BDZV aus ähnlichen Gründen.
Der Austritt wird zum 30. Juni 2027 wirksam. Der Verlust eines so prominenten Mitglieds gilt als herber Rückschlag für Einfluss und Ressourcen des MVFP.
Die Mitgliedschaft der Funke Mediengruppe im MVFP endet offiziell Mitte 2027. Mit ihrem Abschied schwindet nicht nur die finanzielle Unterstützung des Verbands, sondern auch dessen Gewicht in der Branche. Der MVFP steht nun vor der Herausforderung, das Fehlen eines seiner einflussreichsten Mitglieder zu kompensieren.






