Flexibler ÖPNV in Neukirchen-Vluyn scheitert 2025 an fehlender Finanzierung
Ivana SchleichFlexibler ÖPNV in Neukirchen-Vluyn scheitert 2025 an fehlender Finanzierung
Dreijähriges Pilotprojekt für bedarfsgerechten ÖPNV in Neukirchen-Vluyn endet 2025
Das dreijährige Pilotprojekt für einen flexiblen, bedarfsgesteuerten öffentlichen Nahverkehr in Neukirchen-Vluyn steht vor dem Aus. Der Service, der mit über 8.000 registrierten Nutzern auf große Resonanz stieß, scheiterte letztlich an der langfristigen Finanzierung. Nun wurde das endgültige Ende zum 31. Dezember 2025 bestätigt.
Das Vorhaben war als landesgeförderte Initiative des Verkehrsministeriums gestartet worden, mit dem Ziel, ein digital gesteuertes, flexibles Verkehrssystem zu etablieren. Über fünf Jahre hinweg flossen rund 1,8 Millionen Euro in das Projekt, das von der Stadt Neukirchen-Vluyn in Zusammenarbeit mit der NIAG und vier örtlichen Taxiunternehmen koordiniert wurde.
Trotz der hohen Nutzerakzeptanz gelang es nicht, ein tragfähiges Finanzierungsmodell zu entwickeln. Die lokalen Behörden verlängerten den Betrieb zwar um ein weiteres Jahr und steuerten etwa 560.000 Euro bei – doch selbst diese Mittel reichen nicht aus, um den Service über den 31. Dezember 2025 hinaus aufrechtzuerhalten.
Neukirchen-Vluyn, das als Hauptkoordinator des Projekts fungierte, hat nun den endgültigen Stopp bekannt gegeben. Der Beschluss folgt mehreren vergeblichen Versuchen, eine nachhaltige Finanzierungslösung zu finden. Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sei eine Fortführung schlicht nicht machbar, hieß es.
Der bedarfsgesteuerte Verkehrsdienst wird damit Ende nächsten Jahres eingestellt. Mehr als 8.000 Menschen nutzten das Angebot und zeigten so das bestehende Bedürfnis nach flexiblen ÖPNV-Alternativen. Ohne ein langfristig tragfähiges Finanzkonzept endet das Projekt jedoch nach der letzten Verlängerung.






