Meerbusch glänzt als Wirtschaftsstandort mit Top-Bewertungen der IHK
Branko JüttnerMeerbusch glänzt als Wirtschaftsstandort mit Top-Bewertungen der IHK
Meerbusch hat in der jüngsten Analyse der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein als Wirtschaftsstandort überzeugende Bewertungen erhalten. Die Stadt erreichte eine Durchschnittsnote von 2,41 und lag damit deutlich über dem Kreisdurchschnitt von 2,69. Nun wollen die Verantwortlichen an den identifizierten Schwachstellen arbeiten und gleichzeitig die bestehenden Stärken weiter ausbauen.
Die IHK führt ihre Standortbewertung alle fünf Jahre durch. In der aktuellen Untersuchung schnitt Meerbusch in mehreren Bereichen besonders gut ab. Mit einer Note von 1,98 erzielte die Stadt die beste Bewertung in der Kategorie Erreichbarkeit – dank ihrer gut ausgebauten Straßen- und Schienenanbindung. Auch die einzelhandelsrelevante Kaufkraft lag mit einem Index von 128,3 deutlich über dem Bundesdurchschnitt.
Die Beschäftigtenzahlen sind in den vergangenen 25 Jahren deutlich gestiegen. Zum 30. Juni 2024 zählte Meerbusch 14.093 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, ein Plus von 52,4 Prozent seit 1999. Die Arbeitslosenquote betrug 2024 5,3 Prozent und lag damit unter dem Landes- und Kreisdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen.
Rund 130 lokale Unternehmen mit etwa 3.100 Beschäftigten beteiligten sich an der Umfrage. Viele lobten die Infrastruktur Meerbuschs, forderten jedoch gleichzeitig eine schnellere Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. Die IHK empfahl, den Ausbau des Gewerbegebiets Strümper zu beschleunigen und den Bau der Kreisstraße 9n voranzutreiben, um weiteres Wachstum zu unterstützen.
Bürgermeister Christian Bommers begrüßte die Ergebnisse und räumte ein, dass die Digitalisierungsbemühungen beschleunigt werden müssten. Er betonte, dass der Bericht eine klare Handlungsanleitung biete, um die Wettbewerbsfähigkeit Meerbuschs zu sichern.
Laut IHK-Analyse liegt Meerbusch bei der Wirtschaftsattraktivität vor den Nachbarregionen. Mit starken Verkehrsanbindungen, hoher Kaufkraft und steigenden Beschäftigtenzahlen ist die Stadt gut für die Zukunft aufgestellt. Die Förderung der Digitalisierung und die Umsetzung von Infrastrukturprojekten bleiben jedoch zentrale Aufgaben für die lokale Politik.






