Essen setzt auf emissionsarme Glasfaserverlegung mit elektrischem Bohrer
Julian NetteEssen setzt auf emissionsarme Glasfaserverlegung mit elektrischem Bohrer
Ein Kilometer langes Stück in Essen wird nun mit Glasfaserkabeln verlegt – fast geräuschlos und mit geringen Emissionen
In Essen wird derzeit auf einer Strecke von einem Kilometer Glasfaserkabel mit einer nahezu geräuschlosen und emissionsarmen Methode verlegt. Das von Tobias Hobert, Geschäftsführer von Green Econo, geleitete Projekt soll Lärm und Schadstoffausstoß im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren um mindestens 80 Prozent reduzieren. Die Arbeiten haben bereits entlang der Ruhr begonnen, wo die ersten 800 Meter Kabel in einem offenen Graben verlegt wurden.
Das innovative Verfahren setzt auf einen elektrischen Bohrer, der Lärm und Abgase drastisch verringert. Für die ersten 800 Meter wurden die Kabel in einem Graben am Flussufer verlegt, während für weitere 200 Meter unter einer stark befahrenen Kreuzung gebohrt werden musste.
Ein elektrisches Nutzfahrzeug transportiert eine mobile Stromspeichereinheit zur Baustelle, um die Maschinen mit Energie zu versorgen. Dadurch entfällt der Einsatz von Dieselgeneratoren, was die Emissionen zusätzlich senkt. Green Econo, eine auf Energieeffizienz spezialisierte Beratungsfirma mit Sitz in Brilon, steuert das Projekt und sorgt für eine möglichst geringe Umweltbelastung.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden, die oft laute und abgasintensive Geräte erfordern, hält das elektrische System Störungen minimal und bleibt dennoch effizient.
Das Essener Projekt zeigt, wie moderne Elektrotechnik den Infrastrukturausbau verändern kann. Mit einer Reduzierung von Lärm und Emissionen um über 80 Prozent bietet die Methode eine sauberere Alternative für künftige Bauvorhaben. Die fertiggestellte Glasfaserstrecke soll bald in Betrieb gehen und markiert einen Schritt hin zu nachhaltigeren Baupraktiken.






