Berliner Kult-Restaurant Ergün's Fischbude kämpft nach 30 Jahren ums Überleben
Gerhart HenckBerliner Kult-Restaurant Ergün's Fischbude kämpft nach 30 Jahren ums Überleben
Beliebtes türkisches Fischrestaurant in Berlin droht nach über 30 Jahren die Schließung
Ergün's Fischbude, das seit Jahrzehnten in den historischen S-Bahn-Bögen an der Lüneburger Straße ansässig ist, muss schließen, nachdem die Deutsche Bahn den Mietvertrag nicht verlängert hat. Die Entscheidung hat eine Welle der Solidarität ausgelöst – die Nachbarschaft kämpft nun um den Erhalt des traditionsreichen Lokals.
Das Restaurant eröffnete 1992 und entwickelte sich schnell zu einem Geheimtipp für Fischliebhaber. Jahrzehntelang betrieb es unter den Bahnbögen im Westen Berlins seine kleine, aber feine Küche: von Dienstag bis Samstag zwischen 16 und 21 Uhr, sonntags und montags sogar bis 22 Uhr.
Laut der Geschäftsführerin Mine Centinbas könnten Brandschutzbedenken eine Rolle bei der Entscheidung der Deutschen Bahn gespielt haben. Eine offizielle Begründung gibt es jedoch nicht, und seit Juli 2024 sind keine weiteren rechtlichen oder behördlichen Schritte bekannt geworden.
Um das Erbe von "Ergün Amca" – wie der Gründer liebevoll genannt wird – zu bewahren, haben die Besitzer eine Spendenkampagne gestartet. Ziel ist es, das Restaurant vor der Schließung zu retten. Die Aktion stößt auf große Unterstützung bei Stammgästen und der Berliner Gemeinschaft, doch ein konkretes Enddatum steht noch nicht fest.
Ob Ergün's Fischbude eine Zukunft hat, bleibt ungewiss. Ohne neuen Mietvertrag könnte bald Schluss sein mit einer Ära. Bis dahin bleibt das Lokal an der Lüneburger Straße 382 geöffnet – aktuelle Infos gibt es auf der Website www.erguns-fischbude.de.






