Bergisch Gladbach wählt erstmals vier stellvertretende Bürgermeister
Julian NetteBergisch Gladbach wählt erstmals vier stellvertretende Bürgermeister
Bergisch Gladbach ernennt erstmals vier stellvertretende Bürgermeister
Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat die Stadt Bergisch Gladbach vier stellvertretende Bürgermeister ernannt. Der Beschluss des Stadtrats folgt einer Vereinbarung zwischen CDU, SPD und Grünen, die die Zahl der Positionen über die üblichen drei hinaus erweitert hat. Mit der Neuregelung gehen finanzielle und verfahrensrechtliche Anpassungen im Haushalt einher.
Die neuen stellvertretenden Bürgermeister sind Brigitta Opiela (CDU), Corvin Kochan (SPD), Anna Maria Scheerer (Grüne) und Josef Willnecker (CDU). Ihre Auswahl erfolgte nach dem d'Hondt-Verfahren, einem System, das größere Parteien tendenziell begünstigt. Im Rahmen dieser Regelung sicherten sich die Grünen erstmals einen Posten als stellvertretende Bürgermeisterin – als Gegenleistung für die Erhöhung der Gesamtzahl der Positionen von drei auf vier.
Jeder stellvertretende Bürgermeister erhält ein monatliches Aufwandsgeld, wobei ab dem zweiten Stellvertreter zusätzliche Zuschläge gezahlt werden. Die jährlichen Kosten für den vierten stellvertretenden Bürgermeister allein belaufen sich auf 9.176,40 Euro. Um diese Mehrausgaben zu decken, muss die Stadt an anderer Stelle im Haushalt Einsparungen vornehmen, da neue Ausgaben durch Kürzungen ausgeglichen werden müssen.
Neben finanziellen Aspekten übernehmen die stellvertretenden Bürgermeister auch repräsentative Aufgaben, etwa die standesamtliche Trauung von Paaren. CDU, SPD und Grüne hatten bereits im Vorfeld eine umfassendere Einigung über die Besetzung von Ausschussvorsitzen ausgehandelt, bevor die Entscheidung finalisiert wurde.
Die Erweiterung auf vier stellvertretende Bürgermeister markiert einen Wandel in der kommunalen Verwaltung Bergisch Gladbachs. Die Grünen erhielten durch ihre Zustimmung zur Aufstockung erstmals eine Vertretung in diesem Gremium, während die Stadt nun die zusätzlichen Kosten stemmen muss. Die neuen Stellvertreter werden die Stadt bei offiziellen Anlässen repräsentieren und in der kommenden Amtszeit administrative Funktionen wahrnehmen.






