Bergisch Gladbach plant neue Radwege – doch ein Projekt scheitert vor Gericht
Jacob FiebigBergisch Gladbach plant neue Radwege – doch ein Projekt scheitert vor Gericht
Verkehrs- und Mobilitätsausschuss von Bergisch Gladbach berät über Straßen- und Radwegeprojekte
Der Verkehrs- und Mobilitätsausschuss von Bergisch Gladbach hat sich kürzlich zu einer Sitzung getroffen, um mehrere Straßen- und Radwegevorhaben zu bewerten. Zu den zentralen Beschlüssen zählte die Beibehaltung der bisherigen Gestaltung der Buchholzstraße, während auf der Paffrather Straße neue Fahrradspuren entstehen sollen. Nicht alle Pläne kamen jedoch wie geplant voran – ein Projekt musste aufgrund eines Gerichtsurteils gestoppt werden.
In der jüngsten Sitzung wurden mehrere Infrastrukturprojekte diskutiert. Die Mitglieder stimmten dafür, die bestehende Verkehrsführung der Buchholzstraße im Rahmen von Variante 1 beizubehalten. Gleichzeitig sollen auf beiden Seiten der Paffrather Straße – von der Reuterstraße bis zur Stationsstraße – nun geschützte Radwege angelegt werden.
Ein Rückschlag ergab sich, als der stellvertretende Bürgermeister Ragnar Migenda das Ende eines geplanten Radwegs auf dem Hasenweg in Refrath bekanntgab. Das Vorhaben war nach einer ungünstigen Gerichtsentscheidung gescheitert.
Die CDU brachte einen Vorschlag ein, um die Lkw-Zufahrt auf der Straße „Auf der Kaule“ in Refrath zu verbessern. Geplant sind eine Verbreiterung der Fahrbahn sowie die Aufhebung der bisherigen Einbahnstraßenregelung. Unabhängig davon setzten sich SPD und Grüne für Änderungen am Entwurf der Verwaltung für die Radinfrastruktur am Lerbacher Weg ein.
Personelle Engpässe standen ebenfalls im Fokus der Debatte. Wie der Ausschuss feststellte, ist in der Abteilung für statische Verkehrssteuerung nur noch eine Mitarbeiterin tätig – diese befindet sich jedoch derzeit im Urlaub. Haushaltskürzungen und Personalmangel wurden als erhebliche Risiken für künftige Baumaßnahmen eingestuft.
Für die Zukunft sind Sanierungsarbeiten an der Leverkuser Straße ab Ende 2027 vorgesehen. Zudem billigte der Ausschuss das Maßnahmenprogramm 2026–2028, wobei die Finanzierung zunächst nur für die Projekte des Jahres 2026 gesichert ist.
Die Sitzung brachte sowohl Fortschritte als auch Verzögerungen mit sich: Während die geschützten Radwege auf der Paffrather Straße bald umgebaut werden, wurde das Vorhaben am Hasenweg fallen gelassen. Straßenausbau und Radweginfrastruktur bleiben zwar in Diskussion, doch Personalmangel und Budgetgrenzen könnten weitere Entwicklungen bremsen.






