25 April 2026, 14:33

Zufit Simons The Fight Club feiert Uraufführung in Hannover

Schwarze und weiße Illustration von Menschen, die in einer synchronisierten, energetischen Pose tanzen, mit begleitendem Text, der das Datum, die Uhrzeit und den Ort des Ereignisses beschreibt.

Zufit Simons The Fight Club feiert Uraufführung in Hannover

Die Choreografin Zufit Simon wird am 23. April im Rahmen des Best OFF Festivals für Independent-Theater in Hannover ihr neuestes Werk The Fight Club uraufführen. Das Stück markiert einen kühnen Wendepunkt in ihrem künstlerischen Schaffen und setzt den Fokus auf Kampf und maskuline Bewegungsabläufe. Dieser Meilenstein kommt ein Jahr, nachdem sie mit nur 45 Jahren den Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk erhielt.

1980 in Israel geboren, zog Simon vor 25 Jahren nach Deutschland und begann bereits im Alter von vier Jahren zu tanzen. Zunächst in klassischem Ballett ausgebildet, entwickelte sie später ihren eigenen experimentellen Stil. Ihr erster großer Erfolg gelang ihr 2005, als ihr Debüt-Solo fleischlos den dritten Platz als bestes deutsches Tanzsolo bei der euroscene Leipzig gewann.

Im Laufe der Jahre integrierte sie radikal neue Elemente in ihre Arbeiten. 2019 führte Foams unchoreografierte Bewegungen, vokale Experimente und technische Verzerrungen ein. Ein Jahr später brach Strange Foreign Bodies (2020) weitere Tabus, indem es nackte Performende zeigte – darunter auch Simon selbst.

Unterstützung erhielt sie von zentralen Institutionen wie der artblau Tanzwerkstatt von Dietrich Oberländer in Braunschweig. Doch 2016 kam es zu finanziellen Herausforderungen, als das Niedersächsische Ministerium für Kunst und Kultur konzeptionelle Fördergelder strich. Die Schließung des LOT-Theaters 2024 – wo viele ihrer Stücke uraufgeführt wurden – verschärfte die Schwierigkeiten für unabhängige Künstler:innen zusätzlich.

The Fight Club eröffnet ein neues Kapitel in Simons Karriere und führt ihre Choreografie in unerkundetes Terrain. Die Uraufführung beim Best OFF Festival in Hannover unterstreicht ihren anhaltenden Einfluss auf den zeitgenössischen Tanz. Trotz Kürzungen und Schließungen erreicht ihr Werk weiterhin das Publikum und lotet die Grenzen der Performance neu aus.

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