25 April 2026, 14:14

Zufit Simons radikaler Bruch: The Fight Club feiert raue Premiere in Hannover

Ein Buchumschlag mit einer leuchtenden Illustration einer Gruppe von Frauen, die energisch im Einklang tanzen.

Zufit Simons radikaler Bruch: The Fight Club feiert raue Premiere in Hannover

Choreografin Zufit Simon präsentiert mit The Fight Club eine radikale Wende

Am 23. April feiert die Choreografin Zufit Simon mit ihrem neuesten Werk The Fight Club Premiere beim Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover. Die Produktion markiert einen kühnen Bruch in ihrem künstlerischen Schaffen – weg von ihrem langjährigen Fokus auf weibliche Performende. Simon, bekannt dafür, Erwartungen zu unterlaufen, widmet sich diesmal den Themen Kampf und männliche Aggression.

Ihre Karriere umfasst Jahrzehnte, doch ihr Ansatz bleibt so präzise wie eh und je. Bereits 2025 – mit nur 45 Jahren – erhielt sie den Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk, eine seltene Ehre für eine Künstlerin, die weiterhin Grenzen sprengt. Geboren 1980 in Israel, lebt Simon seit 25 Jahren in Deutschland, pendelnd zwischen München, Braunschweig und Berlin. Ihre frühen Arbeiten kreisten um Frauen und als weiblich gelesene Performende; Radical Cheerleading – eine Auseinandersetzung mit körperlichem Protest – gewann 2024 den Best-OFF-Festival-Preis. Kritiker vergleichen ihre Choreografien mit molekularer Küche: präzise, destilliert, doch von explosiver Intensität.

Doch ihr Weg war nicht ohne Hindernisse. 2016 strich das Niedersächsische Ministerium für Kunst und Kultur ihre konzeptionelle Förderung. 2024 schloss das LOT-Theater Braunschweig, wo viele ihrer Stücke uraufgeführt wurden, wegen Insolvenz. Trotz dieser Rückschläge schuf sie weiter – unterstützt von Dietrich Oberländers artblau Tanzwerkstatt in Braunschweig.

The Fight Club betritt für Simon Neuland. Das Stück taucht ein in die Psychologie eines Spektakels, das erst endet, wenn ein Gegner nicht mehr aufstehen kann. Vertraute Themen früherer Arbeiten weichen hier roher Konfrontation und der Mentalität, die sie erfordert.

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Simons Kunst lebt von Verwirrung – zuerst in ihr selbst, dann im Publikum. Mit diesem Stück zwingt sie beide, Erwartungen an Bewegung, Konflikt und Performance selbst zu hinterfragen. Die Premiere von The Fight Club eröffnet das Best OFF Festival, auf dem Simon bereits triumphierte. Ihre von Anerkennung und Widerständen geprägte Laufbahn entwickelt sich weiter. Dieses neue Werk signalisiert einen bewussten Schritt in unbetretenes Terrain – eines, in dem Aggression und Körperlichkeit im Mittelpunkt stehen.

Quelle