Zoll beschlagnahmt acht Tonnen unversteuerten Kaffee bei Großrazzia
Zollbeamte haben bei einer Reihe abgestimmter Kontrollen fast acht Tonnen unversteuerten Kaffee beschlagnahmt. Bei der Aktion, die am 16. September 2025 durchgeführt wurde, wurden an mehreren Orten große Mengen nicht deklarierten Kaffees entdeckt. Gegen einen 36-jährigen Deutschen, der mit dem beteiligten Unternehmen in Verbindung steht, wurde nun ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung eingeleitet.
Die erste Beschlagnahmung erfolgte auf dem Rastplatz Königsforst an der Autobahn A3. Beamte hielten einen 39-jährigen syrischen Fahrer an und durchsuchten seinen Kleintransporter. Darin fanden sie etwa 245 Kilogramm löslichen Kaffee und über 176 Kilogramm Röstkaffee – allesamt unversteuert.
Gleichzeitige Kontrollen in Limburg an der Lahn und Gießen förderten weitere dreieinhalb Tonnen unversteuerten Kaffee zutage. Weitere Ermittlungen ergaben, dass in den vergangenen Monaten zusätzlich drei Tonnen Kaffee illegal aus den Niederlanden eingeführt worden waren. Der Steuerausfall durch den nicht deklarierten Kaffee beläuft sich auf über 17.000 Euro.
In Deutschland wird auf Röstkaffee eine Steuer von 2,19 Euro pro Kilogramm erhoben, auf löslichen Kaffee 4,78 Euro. Allein im Jahr 2024 nahmen die Zollbehörden bundesweit durch diese Abgabe rund eine Milliarde Euro ein.
Die Ermittlungen gegen den 36-jährigen Deutschen, der für das Unternehmen verantwortlich ist, dauern an. Die Behörden prüfen das volle Ausmaß der Steuerhinterziehung, die mehrere Lieferungen unversteuerten Kaffees umfasst. Die beschlagnahmten Waren und die laufenden Untersuchungen unterstreichen das Ausmaß der illegalen Importe.






