Willichs Schüler fürchten um ihre Mobilität durch Streichung des Deutschlandtickets
Julian NetteWillichs Schüler fürchten um ihre Mobilität durch Streichung des Deutschlandtickets
Pläne, das Deutschlandticket durch ein stärker eingeschränktes Angebot zu ersetzen, haben in Willich Besorgnis ausgelöst. Die geplante Änderung würde vor allem Schülerinnen und Schüler treffen, die das Ticket derzeit für Fahrten über das lokale Verkehrsnetz hinaus nutzen. Kritiker warnen, dass der Schritt die Mobilität und sozialen Chancen junger Menschen einschränken könnte.
Aktuell erhalten berechtigte Schüler in Willich das Deutschlandticket, das bundesweite Fahrten ermöglicht. Sollte es abgeschafft werden, würde es durch das SchokoTicket ersetzt – gültig nur im VRR-Gebiet. Diese Umstellung würde die Reiseoptionen für diejenigen schmälern, die auf Züge und Busse außerhalb der Region angewiesen sind.
Lukas Maaßen, Vorsitzender der SPD-Fraktion, hat sich deutlich gegen den Vorschlag ausgesprochen. Er argumentiert, dass die Streichung des Deutschlandtickets das 25-Millionen-Euro-Haushaltsloch der Stadt nicht schließen werde. Stattdessen würde die Last auf junge Menschen abgewälzt, die auf günstige Verkehrsmittel angewiesen sind.
Die SPD verweist auf weitere Folgen über den Schulweg hinaus: Das Ticket ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, Freunde zu besuchen, Freizeitaktivitäten wahrzunehmen und selbstständig zu reisen. Für Haushalte ohne Auto ist das Deutschlandticket eine unverzichtbare Unterstützung, die das SchokoTicket nicht bieten kann.
Die geplante Änderung würde den Jugendlichen weniger Mobilitätsoptionen lassen. Ohne das Deutschlandticket schrumpft ihre Möglichkeit, sich frei in verschiedenen Regionen zu bewegen. Nun liegt die Entscheidung bei den lokalen Politikern, die zwischen Haushaltskonsolidierung und den Bedürfnissen junger Bürger abwägen müssen.






