01 May 2026, 08:12

Willich plant Kürzungen bei Geschwisterermäßigungen für Kita-Gebühren – Eltern protestieren

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen für Familien zu Hunderten Dollar monatlich kosten kann.

Willich plant Kürzungen bei Geschwisterermäßigungen für Kita-Gebühren – Eltern protestieren

Die Stadt Willich sieht sich mit massiver Kritik an ihren Plänen konfrontiert, neue Geschwistergebühren für Kinderbetreuungsleistungen einzuführen. Eltern und lokale Initiativen protestieren gegen die Vorhaben, die zu Kürzungen bei den Rabatten für Familien mit mehreren Kindern führen könnten. Die Maßnahme soll zwar zusätzliche Einnahmen generieren, hat bei den Bürgern jedoch Wut ausgelöst.

Im Mittelpunkt der Debatte stehen Änderungen bei den Geschwisterermäßigungen für Kitas, Hortbetreuung und Tagespflege. Bisher sind zweite und weitere Kinder vollständig von den Gebühren befreit. Nach den neuen Plänen würde der Rabatt für das erste Geschwisterkind auf 60 oder 70 Prozent bei der Hortbetreuung und auf 75 oder 80 Prozent in der Kita sinken. Weitere Geschwister blieben weiterhin befreit.

Bürgermeister Christian Pakusch betonte, dass die Stadt die Geschwisterermäßigungen nicht vollständig abschaffe. Vielmehr gehe es um eine Anpassung der Beitragssätze und eine Deckelung dynamischer Gebührenerhöhungen bei drei Prozent. Durch die Kürzungen bei den Geschwisterbefreiungen sollen rund 500.000 Euro eingeholt werden, durch die Gebührenobergrenze weitere 100.000 Euro.

Die Gegenwehr ist massiv. Die SPD-Fraktion in Willich argumentiert, dass Eltern nicht die Hauptlast der Haushaltskürzungen tragen dürften. Auch der Jugendhilfeausschuss der Elternvertreter (JAEB) hat sich gegen die Pläne ausgesprochen und sie als ungerecht bezeichnet. Besonders verärgert zeigen sich Eltern über den Wegfall der Ermäßigungen für zweite Kinder.

Nachbargemeinden wie Nettetal und Kempen erheben bereits durchgehend 50 Prozent der Gebühren für Geschwisterkinder in allen Betreuungsformen. Willichs Vorschläge würden jedoch weiterhin bestimmte Befreiungen belassen. Das Thema schwelt seit Jahren, ohne dass es gelungen wäre, die Finanzierungslücken zu schließen.

Die Pläne der Stadt würden Willich an das Modell der umliegenden Kommunen angleichen. Sollten die Änderungen beschlossen werden, träten sie im kommenden Haushaltsjahr in Kraft. Familien mit mehreren Kindern müssten dann höhere Betreuungskosten tragen – wenn auch nicht in dem Ausmaß wie in einigen Nachbarstädten.

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