01 May 2026, 04:10

Willich erhöht Kita-Gebühren trotz Protest – Haushalt 2026 in Rekordzeit beschlossen

Plakat für den American Rescue Plan, das den Text enthält, dass es die Kinderarmut halbieren würde, und ein Bild einer vielfältigen Gruppe von Menschen zeigt.

Willich erhöht Kita-Gebühren trotz Protest – Haushalt 2026 in Rekordzeit beschlossen

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt 2026 in Rekordzeit verabschiedet – alle Fraktionen hielten ihre Diskussionen kurz. Die Entscheidung umfasst Änderungen bei den Kita-Gebühren, die bei einigen Eltern auf Unverständnis stoßen. Trotz des Widerstands des Jugendwohlfahrtsausschusses treten die zentralen Anpassungen nun ab Juli in Kraft.

Der Haushalt wurde einstimmig nach einer zügigen Debatte angenommen, in der jede Fraktion ihre Wortbeiträge auf fünf Minuten beschränkte. Sowohl die SPD als auch die Grünen unterstützten den Plan, äußerten jedoch Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf Familien. Die SPD warnte vor Kürzungen, die Haushalte belasten könnten, und brachte alternative Sparvorschläge ein. Die Grünen betonten unterdessen die angespannte Haushaltslage der Stadt und forderten rasches Handeln.

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Eine der wichtigsten Änderungen betrifft die Kosten für die Kinderbetreuung. Der Jugendwohlfahrtsausschuss hatte sich gegen die Pläne ausgesprochen, die jährliche Gebührenanpassung von zwei auf drei Prozent zu erhöhen und die ermäßigten Geschwisterrabatte abzuschaffen. Der Stadtrat setzte sich jedoch über diese Einwände hinweg und machte die höhere Anpassung dauerhaft. Aktuell zahlen 24 Prozent der Kinder in Willicher Kitas Gebühren – viele Eltern kritisieren die zusätzliche finanzielle Belastung.

Die SPD nahm auch zu anderen Haushaltsmaßnahmen Stellung. Zwar begrüßte sie die Bauturbo-Initiative zur Beschleunigung des sozialen Wohnungsbaus, lehnte aber die Streichung des Zuschusses für das 49-Euro-Ticket für anspruchsberechtigte Studierende ab.

Der neue Haushalt tritt im Juli in Kraft und verankert damit die höheren Kita-Gebühren sowie den Wegfall der Geschwisterermäßigungen. Betroffene Familien müssen sich auf die gestiegenen Kosten einstellen, während die Stadt ihre finanziellen Pläne umsetzt. Die einstimmige Abstimmung sorgt dafür, dass es keine weiteren Verzögerungen bei der Umsetzung gibt.

Quelle