11 March 2026, 12:30

Wie Steinfurts Unternehmen im globalen Wandel wettbewerbsfähig bleiben wollen

Ein Plakat mit dem Text "Fast 10,5 Millionen neue Unternehmensgründungen in 2021 und 2022" wird gezeigt, mit einer Tafel im Vordergrund, die von einem Seil hängt, und einem Gebäude und einer Pflanze im Hintergrund.

Wie Steinfurts Unternehmen im globalen Wandel wettbewerbsfähig bleiben wollen

Rund 70 Wirtschaftsführer trafen sich beim Business Forum 2026 in Steinfurt, das von der WESt und der NRW.BANK veranstaltet wurde. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie lokale Unternehmen sich in der sich wandelnden globalen Wirtschaft behaupten und gleichzeitig wettbewerbsfähig bleiben können. Die Redner betonten die Bedeutung von Innovation, Finanzierungsmöglichkeiten und die Herausforderungen geopolitischer Veränderungen.

Eröffnet wurde das Forum mit einem Hauptvortrag von Prof. Dr. Manuel Rupprecht zum Thema "Der globale wirtschaftliche Wandel und der deutsche Mittelstand". Rupprecht argumentierte, dass der rasante technologische Fortschritt und die zunehmenden geopolitischen Spannungen die Weltordnung an einen Wendepunkt gebracht hätten. Seine Ausführungen bildeten den Rahmen für die anschließenden Diskussionen darüber, wie sich Unternehmen anpassen müssen.

Dr. Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt, unterstrich die Notwendigkeit, dass die Region auf die globalen wirtschaftlichen Veränderungen reagieren müsse. Er verwies auf Chancen für lokale Betriebe, durch Innovation und strategische Investitionen ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Gabriela Pantring, Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK, unterstützte diese Position und lobte die wirtschaftliche Stärke des Kreises sowie die Bedeutung der Digitalisierung.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch finanzielle Fördermöglichkeiten für Unternehmen vorgestellt, darunter der neue Transformationskredit. Die Veranstalter präsentierten Zuschussprogramme, die Unternehmen bei der Finanzierung von Modernisierung und Wachstum unterstützen sollen. Die Teilnehmer diskutierten Wege, wie der Kreis Steinfurt seine Rolle im sich verändernden globalen Handelsgefüge aktiv gestalten kann.

Der wirtschaftliche Kontext ist geprägt von anhaltenden Handelsspannungen, die maßgeblich durch die Politik der USA unter Donald Trump mitgeprägt wurden. dessen Regierung leitete 2017 eine protektionistische Wende ein – mit dem Austritt aus der Transpazifischen Partnerschaft (TPP), der Neuverhandlung des NAFTA-Abkommens zum USMCA und der Verhängung von Zöllen. Diese Maßnahmen unterbrachen Lieferketten und trieben die Kosten in die Höhe. Bis zu Trumps zweiter Amtszeit 2025 wurden die Zölle auf eine Grundrate von 10 % auf alle Importe ausgeweitet, mit höheren Sätzen für wichtige Handelspartner wie China, Mexiko und Kanada. Diese Schritte trugen zu Schwankungen an den Börsen und anhaltenden US-Handelsdefiziten bei – trotz bilateraler Abkommen wie der im Juli 2025 geschlossenen EU-US-Vereinbarung.

Das Forum endete mit einem Fokus auf konkrete Maßnahmen, mit denen Unternehmen in Steinfurt trotz der Unsicherheiten gedeihen können. Finanzielle Instrumente wie der Transformationskredit sollen den Übergang zu mehr Innovation und digitalem Wachstum erleichtern. Gleichzeitig betonten die Verantwortlichen des Kreises, dass Zusammenarbeit und strategische Planung entscheidend seien, um die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit zu erhalten.

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