Weihnachtsbaumsaison startet in Hagen – höhere Preise trotz Rekordernte
Ivana SchleichWeihnachtsbaumsaison startet in Hagen – höhere Preise trotz Rekordernte
Die Weihnachtsbaumsaison hat in Hagen, Nordrhein-Westfalen, offiziell begonnen. Mit dem Fällen des ersten Baumes des Jahres gaben die Verantwortlichen den Startschuss für die festlichen Vorbereitungen in der gesamten Region. Die diesjährige Ernte ist zwar üppig ausgefallen, doch Käufer müssen mit höheren Preisen als in den Vorjahren rechnen.
Wirtschaftsministerin Silke Gorißen aus Nordrhein-Westfalen und Deutschlands Weihnachtsbaumkönigin Sarah Neßhöver fällten gemeinsam bei der Eröffnungsfeier die erste Nordmanntanne. Gorißen bekannte sich dabei zu ihrer persönlichen Vorliebe für diese Sorte und lobte deren Robustheit und Anpassungsfähigkeit an wechselnde Klimabedingungen.
Die Nordmanntanne bleibt auch in diesem Jahr der Spitzenreiter unter den Weihnachtsbäumen, gefolgt von Blaufichte und Edeltanne. Ihre Widerstandsfähigkeit gegen wärmere Temperaturen macht sie bei Erzeugern und Käufern gleichermaßen beliebt.
Die Preise sind in diesem Jahr gestiegen: Eine Nordmanntanne vom Gut Kuhweide kostet 26 Euro pro Meter. Trotz der Teuerung bleibt die Nachfrage ungebrochen. Allein die Region Sauerland produziert mittlerweile jährlich rund 2,5 Millionen Bäume – ein deutlicher Anstieg gegenüber einer Million zu Beginn des Jahrtausends. Die Ausweitung des Anbaus und das anhaltend starke Inlandsinteresse treiben diesen stetigen Aufwärtstrend voran.
Weihnachtsbäume sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region. Das Sauerland verkauft jedes Jahr etwa sieben Millionen Bäume und zählt damit zu den zentralen Standbeinen der nordrhein-westfälischen Wirtschaft.
Mit dem Beginn der Saison steht Käufern nun eine große Auswahl an Bäumen zur Verfügung – wenn auch zu höheren Preisen. Die Beliebtheit und Klimaresistenz der Nordmanntanne sichern ihre anhaltende Nachfrage. Gleichzeitig spiegelt die boomende Produktion in der Region die ungebrochene Tradition des echten Weihnachtsbaums in deutschen Haushalten wider.