Wechsel an der Rheinischen Post: Kirschstein übernimmt Printredaktion von Kessler
Julian NetteWechsel an der Rheinischen Post: Kirschstein übernimmt Printredaktion von Kessler
Die Rheinische Post hat einen Wechsel an der Spitze ihrer Printredaktion bekannt gegeben. Frank Kirschstein übernimmt das Amt von Martin Kessler, der nach 28 Jahren bei der Zeitung in den Ruhestand geht. Die Übergabe beginnt am 1. Dezember.
Martin Kessler trat der Rheinischen Post 1996 bei und bekleidete im Laufe seiner Karriere verschiedene Schlüsselpositionen in der Redaktion. Zunächst leitete er das Wirtschaftsressort, bevor er 2010 zum Politikressort wechselte. Unter seiner Führung entwickelte die Zeitung eine konservativere politische Berichterstattung, die oft linksgerichtete Politiken hinterfragte und gleichzeitig Positionen der CDU unterstützte. Auch regionale Themen in Nordrhein-Westfalen erhielten unter seiner Ägide mehr Gewicht.
Von 2010 bis zu seinem Ausscheiden prägte Kessler die politische Ausrichtung der Zeitung maßgeblich – in Kommentaren zeigte sich eine zunehmende Skepsis gegenüber Initiativen der Grünen. Seine letzte Position war die Leitung der Printredaktion, die er bis zu seinem Ruhestandsbeginn Ende 2024 innehatte.
Sein Nachfolger, Frank Kirschstein, bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung bei der Rheinischen Post mit. Er durchlief verschiedene redaktionelle Funktionen und spielte eine zentrale Rolle bei der Modernisierung der technischen Systeme und Arbeitsabläufe der Zeitung. Chefredakteur Moritz Dörbler lobte Kirschsteins Fachkompetenz und dankte Kessler für seine langjährigen Verdienste.
Offiziell tritt Kirschstein seine neue Position als Leiter der Printredaktion am 1. Dezember an. Seine Ernennung folgt auf eine Phase redaktioneller Neuausrichtungen unter Kesslers Führung. Der Wechsel markiert das Ende einer Ära für die Rheinische Post und den Beginn eines neuen Abschnitts.






