Vom Mercedes-Ingenieur zum Gründer: Ein Vater-Sohn-Team revolutioniert die Wärmerückgewinnung
Ivana SchleichVom Mercedes-Ingenieur zum Gründer: Ein Vater-Sohn-Team revolutioniert die Wärmerückgewinnung
Ein 60-jähriger Industrieingenieur hat nach einer langen Karriere bei Mercedes-Benz den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und ein Start-up im Bereich Energiewende gegründet. Steffen Nittbaur hat gemeinsam mit seinem 24-jährigen Sohn Valentin in Filderstadt die Unocconi GmbH ins Leben gerufen, um mit innovativen Wärmerückgewinnungssystemen einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Steffen Nittbaur arbeitete 25 Jahre in verschiedenen Positionen bei Mercedes-Benz, bevor er sich für einen Neuanfang entschied. Sein Interesse an Nachhaltigkeit trieb ihn dazu, berufsbegleitend Umweltwissenschaften zu studieren – mit Erfolg: Er schloss das Studium mit einem Master ab. Zusammen mit seinem Sohn, der einen doppelten Abschluss in Betriebswirtschaft vorweisen kann, gründete er Unocconi, um energieeffiziente Lösungen voranzutreiben.
Das Unternehmen spezialisiert sich auf dezentrale Wärmerückgewinnung aus Abwasser von Duschen – eine Methode, die im Gebäudesektor zu den effizientesten zählt. Angesichts steigender Energiepreise gewinnt dieser Ansatz als praktische Lösung zur Kostensenkung und CO₂-Reduktion an Bedeutung. In Deutschland ist die Technologie jedoch noch wenig verbreitet, unter anderem wegen regulatorischer Hürden wie fehlender Trinkwasserzertifizierung.
Nittbaur ist überzeugt, dass die Steigerung der Energieeffizienz – insbesondere durch Wärmerückgewinnung – eine zentrale Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielt. Mit Unocconi will er positive Veränderungen anstoßen, indem er solche Technologien zugänglicher und breiter nutzbar macht.
Die Fokussierung auf die Rückgewinnung von Wärme aus Duschwasser bietet vielversprechende Lösungen für Energieeinsparungen und Emissionsreduktion. Nun steht das Unternehmen vor der Herausforderung, regulatorische Barrieren zu überwinden, um seine Wirkung zu verstärken. Für Nittbaur und seinen Sohn markiert das Projekt den Wandel von der Automobilbranche hin zu nachhaltiger Innovation.






