05 June 2026, 14:39

Ulrike Guérot scheitert endgültig mit Klagen gegen ihre Uni-Entlassung wegen Plagiats

Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot verliert erneut vor Gericht

Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot verliert erneut vor Gericht - Ulrike Guérot scheitert endgültig mit Klagen gegen ihre Uni-Entlassung wegen Plagiats

Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot hat ihre letzte juristische Auseinandersetzung mit der Universität Bonn um ihre Entlassung verloren. Das Landesarbeitsgericht Köln bestätigte ein früheres Urteil, wonach ihre Kündigung rechtmäßig war. Im Mittelpunkt des Falls standen Vorwürfe des Plagiats in ihren Bewerbungsunterlagen.

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Die Universität Bonn hatte Guérots Vertrag im Februar 2023 gekündigt, nachdem in einem Buch, das sie im Rahmen ihrer Bewerbung eingereicht hatte, plagiierte Inhalte entdeckt worden waren. Das Arbeitsgericht Bonn wies ihre Klage zunächst ab und begründete dies damit, dass akademische Standards die Verwendung plagiierter Werke verbieten.

Das Landesarbeitsgericht bestätigte diese Entscheidung später und lehnte Guérots Berufung ab. Der vorsitzende Richter Lothar Staschik urteilte, dass ihr Fehlverhalten während des Bewerbungsverfahrens eine Kündigung rechtfertige. Er betonte, dass akademische Redlichkeit die Eigenständigkeit aller eingereichten Arbeiten erfordere.

Guérot, bekannt durch ihren Bestseller „Wer schweigt, stimmt zu“, erlangte während der COVID-19-Pandemie große Aufmerksamkeit durch ihre scharfe Kritik an staatlichen Maßnahmen. Zuletzt sorgte sie für Kontroversen, als sie sich für sofortige Friedensverhandlungen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine aussprach. Kritiker warfen ihr vor, die Grenzen zwischen Angreifer und Opfer zu verwischen.

Da keine weitere Berufung möglich ist, beendet das Urteil den Rechtsstreit endgültig. Die Entscheidung bestätigt das Recht der Universität Bonn, Guérot wegen Plagiats zu entlassen. Der Fall unterstreicht die strenge Durchsetzung akademischer Ehrlichkeit im deutschen Hochschulwesen. Gleichzeitig schließt das Urteil weitere rechtliche Schritte von ihrer Seite aus.

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