Thalia übernimmt Teile der insolventen Stein Media Group nach Kartellfreigabe
Edit NiemeierThalia übernimmt Teile der insolventen Stein Media Group nach Kartellfreigabe
Bundeskartellamt genehmigt Übernahme von Teilen der Stein Media Group durch Thalia
Das Bundeskartellamt hat den Kauf zentraler Bereiche der Stein Media Group durch die Thalia Group freigegeben. Die am 18. November bekannt gegebene Entscheidung ermöglicht es Thalia, seine Position im Buchhandel weiter auszubauen. Der Schritt folgt auf die Insolvenzanmeldung der Stein Media Group im September und markiert eine bedeutende Verschiebung in der Branche.
Im Mittelpunkt der Übernahme steht ein spezialisierter Bereich des Buchmarkts: Informationsdienstleistungen für den akademischen und professionellen Sektor. Die Thalia-Tochter Lehmanns Media ist in dieser Nische bereits aktiv und wird nun Vermögenswerte der Stein'sche Mediengruppe GmbH in Werl übernehmen. Zudem geht die A. Stein'sche Buchhandlung, eine Buchhandlung der Stein-Gruppe in derselben Stadt, an die Thalia Bücher GmbH.
Das Bundeskartellamt hob keine Bedenken gegen das Geschäft. Andreas Mundt, Präsident der Behörde, betonte, dass Thalia mit Abstand Deutschlands größte Buchhandelskette bleibe. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass der Wettbewerb auf dem Markt intakt sei – insbesondere durch den direkten Vertrieb der Verlage, der weiterhin eine zentrale Rolle spiele.
Die Thalia Group betreibt derzeit rund 570 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist zudem mit einem starken Online-Handel im Buchsektor präsent – was ihre marktbeherrschende Stellung weiter festigt.
Mit der regulatorischen Genehmigung wird Thalia Teile der Stein Media Group in seine Strukturen integrieren. Die Übernahme stärkt das Unternehmen sowohl im stationären Buchhandel als auch bei spezialisierten Informationsdienstleistungen. Der Deal spiegelt die anhaltende Konsolidierung in der Branche wider, die durch die finanziellen Schwierigkeiten der Stein-Gruppe beschleunigt wurde.






