Tagebau Garzweiler nimmt Verfüllung nach illegalen Abfallverdacht wieder auf
Albin KeudelWiederaufnahme der Abfallentsorgung im Tagebau Garzweiler genehmigt - Tagebau Garzweiler nimmt Verfüllung nach illegalen Abfallverdacht wieder auf
Im Tagebau Garzweiler sind die Arbeiten nach einer vorübergehenden Unterbrechung wegen des Verdachts auf illegale Abfallentsorgung wieder aufgenommen worden. Die Bezirksregierung Arnsberg gab nach einer gründlichen Prüfung der Anlage grünes Licht. Die Behörden hatten die Verfüllungsarbeiten zu Beginn des Jahres ausgesetzt, nachdem der Verdacht aufgekommen war, dass dort belastete Böden abgelagert worden sein könnten.
Die Pause begann, als Beamte Bedenken wegen möglicher illegaler Ablagerungen äußerten. Experten führten anschließend Untersuchungen durch, fanden jedoch keine klaren Beweise dafür, dass Fremdmaterial in den Tagebau eingebracht worden war. Zwar wurden geringfügige Bodenverunreinigungen festgestellt, doch kamen die Ermittler zu dem Schluss, dass davon keine akute Gefahr ausgehe.
Aufgrund der enormen Größe des Tagebaus wäre es ohne präzise Angaben zu den Ablagerungsorten schwierig, kontaminierte Bereiche durch Zufallsstichproben zu lokalisieren. Daher werden keine weiteren Untersuchungen durchgeführt, es sei denn, die laufenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen bringen neue Beweise ans Licht. Die Zentrale Sonderstaatsanwaltschaft für Umweltkriminalität in Dortmund bleibt in den Fall eingebunden.
Um künftige Probleme zu vermeiden, wird ein Grundwassermonitoringsystem installiert. Dies soll es ermöglichen, mögliche Kontaminationen frühzeitig zu erkennen.
Die Wiederaufnahme der Verfüllungsarbeiten erfolgt nach monatelangen Prüfungen und Fachanalysen. Die Behörden haben weitere Maßnahmen ausgeschlossen, sofern die Staatsanwaltschaft keine konkreten Angaben zu Ablagerungsorten vorlegt. Das neue Überwachungssystem soll die langfristige Sicherheit des Standorts gewährleisten.






