Solingen plant neue Jobs für Geflüchtete und Bürgergeld-Empfänger:innen
Albin KeudelSolingen plant neue Jobs für Geflüchtete und Bürgergeld-Empfänger:innen
Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Solingen hat eine neue Initiative vorgeschlagen, um sinnvolle Arbeitsmöglichkeiten für zwei zentrale Gruppen zu schaffen: anerkannte Geflüchtete sowie erwerbsfähige Bürger:innen, die Bürgergeld beziehen. Das Vorhaben zielt darauf ab, Menschen den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern und gleichzeitig das soziale Miteinander in Stadtteilen und Vereinen zu stärken.
Laut der Partei sollen diese Stellen keine Konkurrenz zu bestehenden Arbeitsplätzen darstellen, sondern vielmehr bisher unterbesetzte, aber wertvolle Funktionen in der Gemeinschaft ausfüllen.
Im Fokus der Initiative stehen Personen, die auf dem klassischen Arbeitsmarkt mit Hürden konfrontiert sind. Für viele Bürgergeld-Empfänger:innen könnte eine passende Tätigkeit den Übergang in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis ebnen. Die sozialpolitische Sprecherin der SPD, Corinna Faßbender, betonte, dass Arbeit das Selbstwertgefühl stärkt, dem Alltag Struktur verleiht und die Teilhabe an der Gesellschaft fördert.
Eine zentrale Rolle im Programm kommen gemeinnützigen Organisationen zu. Die Stadt will vorhandenes Know-how und bestehende Strukturen nutzen, um das Vorhaben effizient umzusetzen. Der Unternehmer Daniel Weber, der die Idee unterstützt, wies darauf hin, dass sinnstiftende Arbeit Geflüchteten helfe, die Sprache zu lernen, sich leichter zu integrieren und ihre Berufschancen zu verbessern.
Die Verwaltung wurde aufgefordert, bis zu den nächsten Haushaltsverhandlungen ein detailliertes Konzept inklusive Kostenschätzung vorzulegen. Aktuell liegen jedoch keine Zahlen vor, wie viele anerkannte Geflüchtete oder erwerbsfähige Bürgergeld-Bezieher:innen in Solingen derzeit arbeitslos sind, aber arbeiten könnten.
Bei einer Umsetzung könnte das Projekt benachteiligten Gruppen einen Weg in Beschäftigung eröffnen. Gleichzeitig würden Lücken in sozial wertvollen Tätigkeiten geschlossen und der Zusammenhalt in der Gemeinschaft gestärkt. Der nächste Schritt hängt vom Machbarkeitsbericht der Verwaltung und den Finanzierungsvorschlägen ab.






