Smartphone-Ablenkung führt zu schwerem Bahnsteig-Unfall mit Hochgeschwindigkeitszug
Edit NiemeierAblenken durch Handy auf dem Bahnsteig: Mann von fahrendem ICE erfasst - Smartphone-Ablenkung führt zu schwerem Bahnsteig-Unfall mit Hochgeschwindigkeitszug
Ein 27-jähriger Mann wurde auf einem Bahnsteig von einem Hochgeschwindigkeitszug erfasst, nachdem er durch sein Handy abgelenkt worden war. Der Vorfall löste einen Großeinsatz aus: Der Lokführer leitete eine Notbremsung ein und betätigte die Warnpfeife, als er den Mann bemerkte. In der Folge kam es zu Verspätungen, da die Strecke vorübergehend gesperrt werden musste.
Der Unfall ereignete sich, als der Mann, völlig vertieft in sein Mobilgerät, zu nah an die Bahnsteigkante trat. Der Zugführer reagierte sofort, zog die Notbremse und gab ein langes Warnsignal, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Trotz dieser Maßnahmen erfasste der Zug den Fußgänger, der sich dabei schwere Kopfverletzungen zuzog.
Rettungskräfte brachten den Verletzten per Hubschrauber in eine nahegelegene Universitätsklinik, wo er notärztlich versorgt wurde. Behörden bestätigten später, dass Ablenkung – insbesondere durch Smartphones – in den vergangenen fünf Jahren (2021–2025) zu rund 1.200 Unfällen auf deutschen Bahnsteigen beigetragen hat. Daten der Deutschen Bahn und des Bundesverkehrsministeriums unterstreichen die anhaltende Gefahr von Unachtsamkeit im Bereich von Gleisanlagen.
Die Zugstrecke blieb für einige Zeit gesperrt, was zu erheblichen Behinderungen für Reisende führte. Die Ermittler prüfen weiterhin die genauen Umstände des Zusammenstoßes. Der Fall ist ein weiteres Beispiel für die Risiken, die von Ablenkung in hochgefährlichen Bereichen wie Bahnhöfen ausgehen.






