14 March 2026, 18:34

"Schwabinger 7" kehrt als Kunstwerk nach Bruckmühl zurück

Ein alter Stadtplan von München, Deutschland, auf einem schwarzen Hintergrund, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit Texten zeigt.

"Schwabinger 7" kehrt als Kunstwerk nach Bruckmühl zurück

Ein Stück Münchner Nachtlebensgeschichte kehrt an seinen Ursprung zurück. Das ikonische Kunstwerk Schwabinger 7, einst Teil der legendärsten Bar der Stadt, wird bald in der Galerie von Bruckmühl ausgestellt. Das Wandgemälde des Künstlers Rupert Dorrer ist tief mit der Vergangenheit verbunden – und seine Rückkehr wird für alle, die sich an die Blütezeit der Bar erinnern, ein Moment der Besinnung.

Die offizielle Enthüllung findet am Montag um 11 Uhr statt und wird von Bruckmühls Bürgermeister in einer feierlichen Zeremonie geleitet.

Die Schwabinger 7 war jahrzehntelang ein Kultort in München. Bevor das Gebäude abgerissen wurde, verwandelte Künstler Rupert Dorrer eine der Wände in ein beeindruckendes Kunstwerk. Mit mehreren Farbschichten reproduzierte er ein Foto der Bar und bewahrte so ihre Erinnerung in lebendigen Details.

Das Haus in der Feilitzschstraße 7, in dem die Bar einst stand, beherbergt heute einen Denn's Biomarkt. Doch das Wandbild selbst geriet nicht in Vergessenheit. Dorrer, der im März 85 Jahre alt wurde, sieht darin ein Symbol der Vergänglichkeit – ein stiller Kontrast zum lebhaften Stammtisch im Grünen Eck, wo er sich noch immer mit Gerd "Manila" Waldhauser trifft, dem ehemaligen Wirt der Bar.

Das Kunstwerk kehrt nun nach Bruckmühl zurück, der Heimatstadt Dorrers. Es wird dort Teil einer Sammlung von 140 Werken aus dem Landkreis Rosenheim, die in der örtlichen Galerie zu sehen sind. Die Exponate reichen von 1875 bis in die Gegenwart und bieten einen Einblick in die künstlerische Geschichte der Region.

Die Rückkehr des Wandbildes nach Bruckmühl verbindet zwei Orte mit gemeinsamer Vergangenheit. Einst Teil einer Münchner Legende, findet es nun einen dauerhaften Platz in der Galerie. Die feierliche Enthüllung am Montag wird seinen offiziellen Eintritt in das künstlerische Erbe des Landkreises markieren.

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