Schelladler Alaska nach sechs Wochen auf Minigolfplatz wiedergefunden
Julian NetteSchelladler Alaska nach sechs Wochen auf Minigolfplatz wiedergefunden
Ein seltener Schelladler mit dem Namen Alaska ist wieder sicher in Obhut, nachdem er aus einem Falknereizentrum in Niedersachsen entkommen war. Der Vogel, der fast sechs Wochen auf freiem Fuß war, wurde am Mittwochnachmittag auf einem Minigolfplatz in Bad Sachsa entdeckt.
Alaska war zunächst aus dem Harzer Falkenhof in Bad Sachsa verschwunden. Obwohl er anfangs in der Nähe gesichtet wurde, gestaltete sich die Suche schwierig, da Schelladler in freier Wildbahn – je nach Wind, Wetter und Nahrungsangebot – an einem einzigen Tag Distanzen zwischen 500 und 700 Kilometern zurücklegen können.
Anders als seine wilden Artgenossen wurde Alaska in Gefangenschaft aufgezogen und hatte nie das Jagen gelernt. Dennoch überlebte der Vogel über einen Monat ohne Nahrung. Falkner Rochus Brotzer konnte den Adler schließlich auf einem nahegelegenen Minigolfplatz ausfindig machen und einfangen.
Die Rückkehr des Adlers bringt Erleichterung nach einer langen Suche. Da Alaska keine Jagdfertigkeiten besaß, wären seine Überlebenschancen in freier Natur gering gewesen. Im Harzer Falkenhof kann der Vogel nun sicher versorgt werden.