02 April 2026, 18:10

S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet 2026 mit massiven Sperrungen

Schwarzes und weißes Foto einer Bahnschiene mit Gebäuden im Hintergrund, Text auf der rechten Seite 'Merkelbach & Co, Co. Amsterdam' und verstreute hölzerne Gegenstände im Vordergrund.

S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet 2026 mit massiven Sperrungen

S11-Bahnausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln erhält finale Baugenehmigung

Das 836-Millionen-Euro-Projekt zum Ausbau der S11-Strecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln hat die endgültige Freigabe erhalten. Die Bauarbeiten werden nun voranschreiten, wobei die erste größere Streckensperrung für April 2026 geplant ist. Pendler müssen sich auf längere Behinderungen einstellen, da die Arbeiten kurz nach Ostern beginnen sollen.

Das Vorhaben umfasst den Bau eines zweiten Gleises entlang der Strecke, die Modernisierung des Bahnhofs Bergisch Gladbach sowie einen neuen Haltepunkt in Köln-Kalk West. Zudem werden alle Stationen barrierefrei ausgebaut, mit zwei zusätzlichen Bahnsteigen am Kölner Hauptbahnhof und am Bahnhof Köln Messe/Deutz.

Die Finanzierung stammt aus Bundes- und Landesmitteln: 531 Millionen Euro kommen aus Berlin, 305 Millionen Euro steuert Nordrhein-Westfalen bei. Verkehrsminister Oliver Krischer bestätigte, dass die noch ausstehenden Genehmigungen bis zu diesem Sommer erteilt werden sollen. Damit kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Planung der Sperrzeiten beginnen.

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Die erste große Vollsperre ist vom 10. April bis zum 3. Juli 2026 vorgesehen, um in Mülheim ein digitales Stellwerk zu installieren. Bergisch Gladbachs stellvertretender Bürgermeister, Ragnar Migenda, deutete an, dass die umfangreicheren Bauarbeiten bereits gegen Ende 2030 beginnen könnten. Allerdings drohen Verzögerungen beim ursprünglichen Fertigstellungstermin Anfang 2032, da es Überschneidungen mit anderen Bahnprojekten gibt.

Nach Abschluss der Arbeiten wird die S11 alle zehn Minuten verkehren und in der Hauptverkehrszeit fast im Fünf-Minuten-Takt fahren. Ziel des Ausbaus ist es, die Kapazität und Zuverlässigkeit auf dieser wichtigen Pendlerstrecke zu erhöhen. Doch mit Jahren voller Sperrungen müssen sich Fahrgäste auf Umstellungen bei ihren Reiseplänen einrichten. Die ersten Einschränkungen beginnen im April 2026, weitere Bauphasen ziehen sich bis in die frühen 2030er-Jahre hin.

Quelle