RTL in der Krise: Raabs Shows floppen, Stellen fallen – doch der Sender hält fest
Gerhart HenckRTL in der Krise: Raabs Shows floppen, Stellen fallen – doch der Sender hält fest
RTL steht nach Entscheidungen zu befristeten Verträgen vor internen Unruhen. Der Sender hat zudem Änderungen an seinem Programm vorgenommen, darunter die Absetzung einer von Stefan Raabs Shows. Gleichzeitig stellen sich Fragen zur finanziellen Belastung durch Raabs Projekte für das Unternehmen.
Ursprünglich startete RTL Raabs erste Sendung „Hier gewinnst du keine Million“ auf seiner Streaming-Plattform RTL . Das Format brachte zwar neue Abonnenten, wurde später aber nach sinkenden Quoten ins lineare Fernsehen verlagert. Die zweite Show, „Die Stefan Raab Show“, verzeichnete mitunter geringere Zuschauerzahlen als erwartet – besonders bei jüngeren Zielgruppen. Schließlich strich RTL die erste Sendung wegen schwacher Performance aus dem Programm.
Trotz gemischter Resonanz zeigt sich RTL mit Raabs Arbeit zufrieden und betont dessen hohe Medienreichweite und Publikumswirkung. Dem Produktionsunternehmen des Entertainers garantierte der Sender ein Produktionsvolumen von mindestens 90 Millionen Euro. Inga Leschek, Chefin für Inhalte bei RTL, prognostizierte, dass Raabs Rückkehr die Abonnements für RTL+ steigern werde.
Ein RTL-Mitarbeiter bestätigte, dass einige befristete Verträge nicht verlängert wurden, was zu angespannter Stimmung beitrug. Der YouTuber Klengan behauptete, schwache Werbeeinnahmen durch Raabs Formate hätten zu Entlassungen oder auslaufenden Verträgen geführt. RTL wies jedoch jeden direkten Zusammenhang zwischen Stellenabbau und den Kosten für Raabs Projekte zurück.
RTL+ bleibt ein zentraler Baustein der Strategie, die Streaming-Dienste des Senders auszubauen. Trotz finanzieller und quotentechnischer Herausforderungen hält das Unternehmen an Raabs Projekten fest. Die internen Spannungen dauern an, während RTL Umstrukturierungen bei Belegschaft und Programmgestaltung vorantreibt.






