Revolutionärer Durchbruch: Kunststoff aus Holzabfällen statt Erdöl entwickelt
Albin KeudelRevolutionärer Durchbruch: Kunststoff aus Holzabfällen statt Erdöl entwickelt
Ein Doktorand der Ruhr-Universität Bochum hat ein neues Verfahren zur Herstellung von Kunststoff ohne Erdöl entwickelt. Daniel Eggerichs nutzte Holzabfälle, um einen entscheidenden Grundstoff für die Kunststoffproduktion zu gewinnen. Für seine Arbeit erhielt er nun einen bedeutenden Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker.
Eggerichs studiert Biochemie an der Ruhr-Universität Bochum. Im Mittelpunkt seiner Forschung stand die Umwandlung von Zellulose – einem häufigen Abfallprodukt der Papierherstellung – in ein verwertbares Material. Statt auf Erdöl zurückzugreifen, entwickelte er eine Methode, um aus holzbasierter Zellulose einen Vorläuferstoff für Kunststoffe herzustellen.
Die Entdeckung stellt die herkömmliche Kunststoffproduktion infrage, die stark von fossilen Brennstoffen abhängt. Seine Ergebnisse legte Eggerichs in seiner Doktorarbeit dar. Für diese Innovation wurde er mit dem Preis für die Bioconversion nachwachsender Rohstoffe der Gesellschaft Deutscher Chemiker ausgezeichnet.
Das neue Verfahren könnte den Bedarf an Erdöl in der Kunststoffherstellung verringern. Durch die Nutzung von Holzabfällen bietet die Methode zudem eine Möglichkeit, industrielle Nebenprodukte zu recyceln. Eggerichs’ Forschung unterstreicht das Potenzial für einen Wandel hin zu nachhaltigeren Materialien.






