Rechtsextreme Straftaten in NRW erreichen besorgniserregenden Höchststand
Julian NetteRechtsextreme Straftaten in NRW erreichen besorgniserregenden Höchststand
Rechtsextreme Straftaten in Nordrhein-Westfalen (NRW) steigen stark an
In Nordrhein-Westfalen haben rechtsextreme Straftaten im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Aktuelle Zahlen zeigen einen Anstieg von fast 11 Prozent – die Fallzahlen stiegen von 5.641 im Jahr 2024 auf 6.268 im Jahr 2025. Das entspricht durchschnittlich 17 solchen Delikten pro Tag in der gesamten Region.
Besonders stark stieg die Zahl der gewalttätigen rechtsextremen Straftaten: Hier gab es einen Anstieg um 24 Prozent, von 154 Fällen im Jahr 2024 auf 191 im Jahr 2025. Mönchengladbach entwickelte sich dabei zu einem besonderen Brennpunkt – mit 139 rechtsextremen Straftaten im Jahr 2025 (2024: 78). Die Stadt gehört damit mittlerweile zu den zehn Kommunen in NRW mit den höchsten Fallzahlen.
Auch andere Formen von Hasskriminalität nahmen zu. Antisemitische Straftaten stiegen um 13 Prozent, von 695 auf 786. Angriffe gegen Roma erhöhten sich um 47 Prozent, von 30 auf 44 Fälle. Straftaten aufgrund der sexuellen Orientierung nahmen um 27 Prozent zu, von 203 auf 257.
Die grüne Landtagsabgeordnete Lena Zingsheim-Zobel kritisierte den besorgniserregenden Trend in Mönchengladbach. Die Landtagsfraktion der Grünen erfasst seit 2011 jährlich rechtsextreme politisch motivierte Kriminalität und fordert dafür jährlich detaillierte Statistiken an.
Die neuesten Daten bestätigen einen klaren Aufwärtstrend bei rechtsextremen und hassmotivierten Straftaten in NRW. Bei nun durchschnittlich 17 Vorfällen pro Tag beobachten Behörden und politische Gruppen die Entwicklung mit großer Sorge. Die Grünen fordern seit Langem schärfere Maßnahmen, um der Problematik entgegenzuwirken.






