28 March 2026, 10:14

Petrit Halilaj gewinnt als jüngster Künstler den Nasher-Preis 2027

Plakat für die 1916er Journée Serbe mit einer Gruppe von Menschen mit Waffen und Text mit Veranstaltungseinzelheiten.

Petrit Halilaj gewinnt als jüngster Künstler den Nasher-Preis 2027

Der kosovarische Künstler Petrit Halilaj gewinnt mit 39 Jahren den Nasher-Preis 2027 – und ist damit der jüngste Preisträger aller Zeiten. Seine Werke verbinden oft Kindheitserinnerungen mit den harten Realitäten des Krieges und speisen sich aus seinen eigenen Erfahrungen, aufgewachsen im Kosovo der 1990er-Jahre während des Konflikts. Das mit 100.000 Dollar dotierte Preisgeld fließt in seine Hajde!-Stiftung, die Kunst und Kultur in seiner Heimat fördert.

Halilajs Kindheit war von Gewalt geprägt: Mit nur 13 Jahren wurde das Haus seiner Familie im Kosovokrieg von serbischen Truppen zerstört. Jahre später bildeten Skizzen, die er als Flüchtling in einem Lager anfertigte, die Grundlage für eine Ausstellung in der Tate St Ives.

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In seinen Werken setzt er sich immer wieder mit Themen wie Verlust und Widerstandsfähigkeit auseinander. Ein Projekt verwandelte Kritzeleien, die er auf Schulbänken im Balkan gefunden hatte, in Bronzeskulpturen. Ein anderes, "Syrigana", war eine interdisziplinäre Oper, die in jenem kosovarischen Dorf aufgeführt wurde, in dem er aufgewachsen ist.

Der Nasher-Preis reiht sich in eine Serie internationaler Auszeichnungen ein. Zu den früheren Preisträgern zählen der Spanier Manuel Algudí, die US-Amerikanerinnen Lynda Benglis und Senga Nengudi sowie die Britin Phyllida Barlow. Unterdessen wird in Halilajs Heimatstadt das Kulturhaus in einer Partnerschaft mit dem kosovarischen Kultusministerium restauriert.

Das Preisgeld kommt der von Halilaj gegründeten Hajde!-Stiftung zugute, die kreatives Schaffen im Kosovo fördert. Seine laufenden Projekte – von öffentlicher Kunst bis zu Gemeinschaftsräumen – spiegeln weiterhin seine persönliche Geschichte wider. Die Sanierung des Kulturhauses markiert einen weiteren Schritt zur Bewahrung des kulturellen Erbes der Region.

Quelle