Offenbach gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit klarem Appell gegen Hass
Ottilie KreinOffenbach gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit klarem Appell gegen Hass
Bürger Offenbachs gedachten am Donnerstag der Reichspogromnacht
Anwohnerinnen und Anwohner von Offenbach versammelten sich am Donnerstag, um an den Jahrestag der sogenannten Reichspogromnacht zu erinnern. Die Veranstaltung gedachte der Gewalt gegen jüdische Gemeinden am 9. November 1938, als Synagogen und Geschäfte zerstört wurden. Bürgermeisterin Sabine Groß richtete das Wort an die Versammelten und vertrat dabei Oberbürgermeister Felix Schwenke, der sich dienstlich in Berlin aufhielt.
Im Mittelpunkt der Gedenkfeier standen die Angriffe auf Jüdinnen und Juden, ihre Gotteshäuser und Existenzgrundlagen. Groß betonte die bis heute nachwirkenden Folgen dieser Verbrechen und unterstrich, dass die Geschichte eine Verpflichtung mit sich bringe, jüdische Gemeinschaften heute zu schützen.
Sie bezog sich auch auf aktuelle Spannungen und nannte die Ängste und Sorgen, die durch den Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober ausgelöst wurden. In ihrer Rede warnte sie vor der Zerbrechlichkeit des friedlichen Zusammenlebens – angesichts globaler Konflikte wie auch des wachsenden Einflusses rechtsextremer Gruppen bei Wahlen in Deutschland.
Die Zeremonie diente als Mahnung vor den Gräueltaten der Vergangenheit und ihrer Bedeutung für die Herausforderungen der Gegenwart. Groß' Worte machten deutlich, wie wichtig Wachsamkeit im Schutz jüdischen Lebens und im Kampf gegen Hass ist. Die Veranstaltung endete mit dem Appell, die Lehren der Geschichte in einer unsicheren Zeit zu bewahren.






