16 March 2026, 14:10

NRW-Polizei stoppt Influencer, die illegale Autorennen bewerben

Eine Gruppe von Autos, die auf einer Rennstrecke fahren, mit Gras auf beiden Seiten und einem Zaun im Hintergrund.

Tuner-Szene: NRW-Polizei zielt auf 'Entertainer' - NRW-Polizei stoppt Influencer, die illegale Autorennen bewerben

Polizei in Nordrhein-Westfalen geht gegen Influencer vor, die illegale Straßenrennen bewerben

In den vergangenen zwei Jahren haben die Behörden mindestens drei bekannte Persönlichkeiten offiziell verwarnen oder ihnen untersagen lassen, solche Inhalte zu verbreiten. Nun weitet die Polizei ihre Maßnahmen aus, um die gefährlichen Veranstaltungen bereits im Vorfeld zu unterbinden.

Im Fokus der neuen Strategie stehen Influencer, die Hochgeschwindigkeits-Stunts filmen und online teilen. Oft in auffälligen Kostümen gekleidet, locken sie damit große Menschenmengen zu nicht genehmigten Autotreffen. Die Polizei wird künftig deren Social-Media-Kanäle überwachen, um frühzeitig Hinweise auf geplante Zusammenkünfte zu erkennen.

Noch vor den Events wollen Beamte Teilnehmer abfangen und verwarnen. Zudem könnten Hubschrauber und Drohnen zum Einsatz kommen, um illegale Treffen schnell zu beenden. Die Landeskriminalpolizeidirektion (LZPD) arbeitet sogar mit Polizeibehörden in Nachbarländern zusammen, um grenzüberschreitende Umgehungsversuche zu verhindern.

Zwischen März 2024 und März 2026 wurden drei Influencer – "Speedy", "Driftking" und "StreetRacer NRW" – in Köln, Düsseldorf und Essen verwarnen oder mit Postingverboten belegt. Den Behörden ist es nun möglich, ihnen künftig offiziell zu untersagen, ähnliche Inhalte zu verbreiten.

Die Polizeiaktion richtet sich sowohl gegen die Organisatoren als auch gegen die Teilnehmer illegaler Rennen. Durch die Überwachung von Online-Aktivitäten und den Einsatz von Schnellreaktionstrupps soll die Zahl gefährlicher Treffen verringert werden. Influencer, die weiterhin solche Events bewerben, müssen mit weiteren rechtlichen Konsequenzen rechnen.

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