13 June 2026, 16:05

NRW-Innenminister Reul greift Fußballvereine wegen lascher Strafverfolgung an

Reul kritisiert Fußballclubs wegen der Bewältigung von Stadionrowdys

NRW-Innenminister Reul greift Fußballvereine wegen lascher Strafverfolgung an

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat Fußballvereine öffentlich für ihren Umgang mit Stadionvergehen kritisiert. Er wirft vielen Clubs vor, trotz umfangreicher Überwachungssysteme Täter nicht ausreichend zu identifizieren und zu verfolgen.

Reul betonte, dass Vereine oft zögerten, gegen Störenfriede vorzugehen. Als Grund vermutet er die Angst vor Reaktionen der eigenen Ultra-Fans. Zudem zeigte sich der Minister verärgert, dass in Debatten über Stadionsecurity immer wieder finanzielle Bedenken ins Feld geführt werden.

Er stellte klar, dass die Sicherheit in Stadien eine staatliche Aufgabe sei und nicht von den Vereinen privat finanziert werden dürfe. Um das Problem zu lösen, schlägt Reul ein neues Gesetz vor, das Clubs bestrafen soll, die Strafverfahren unnötig verzögern.

Das geplante Gesetz soll die Vereine zu schnellerem und konsequenterem Handeln bewegen. Reuls Haltung unterstreicht, dass Sicherheit nicht aus Kostengründen oder wegen Fan-Drucks vernachlässigt werden dürfe. Der Vorstoß könnte die Art und Weise, wie mit Stadionvergehen in der Region umgegangen wird, grundlegend verändern.

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