NRW: Historischer Tiefstand bei bestandenen Abschlussprüfungen von Azubis
Edit NiemeierAnzahl der bestandenen Lehrabschlussprüfungen erreicht neuen Tiefstand - NRW: Historischer Tiefstand bei bestandenen Abschlussprüfungen von Azubis
Nordrhein-Westfalen verzeichnet historischen Tiefstand bei Abschlussprüfungen von Auszubildenden
Die Zahl der Auszubildenden, die in Nordrhein-Westfalen ihre Abschlussprüfung bestanden haben, ist auf einen Rekordtiefstand gesunken. 2023 legten nur noch 85.800 Prüflinge ihre Abschlussprüfung ab – ein deutlicher Rückgang gegenüber über 108.000 im Jahr 2014. Fachleute führen den Rückgang unter anderem auf die durch die COVID-19-Pandemie verursachten Störungen zurück.
Der Rückgang bei den Prüfungsteilnehmenden setzte sich auch im vergangenen Jahr fort: Im Vergleich zu 2022 sank die Zahl um 3,4 Prozent. Trotz der geringeren Teilnehmerzahl blieb die Bestehensquote jedoch stabil bei 88 Prozent.
Auch die vorzeitigen Vertragsauflösungen nahmen stark zu. 2024 brachen mehr als 37.100 Auszubildende ihre Lehre ab – die höchste Zahl seit zehn Jahren. Die Auswirkungen der Pandemie auf die Ausbildungsverträge scheinen ein zentraler Faktor für die sinkenden Zahlen zu sein.
Daten zu neuen Berufsausbildungsverträgen in der Region liegen bisher nur begrenzt vor. Für ein umfassenderes Bild wären offizielle Statistiken des Statistischen Bundesamtes oder lokale Arbeitsmarktberichte erforderlich.
Der Trend unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Bindung und dem erfolgreichen Abschluss von Auszubildenden. Da immer weniger Lehrlinge ihre Ausbildung beenden und gleichzeitig mehr vorzeitig aufgeben, gerät das System unter Druck. Die Behörden könnten gezwungen sein, die zugrundeliegenden Ursachen anzugehen, um die Teilnahmezahlen in den kommenden Jahren zu stabilisieren.






