11 May 2026, 10:13

NRW: Fast 2 Millionen Menschen erhalten Ende 2024 Grundsicherung – Reform plant strengere Regeln

Liniengraph, der das Verhältnis von Arbeitnehmern im Privatsektor zu Sozialleistungsempfängern über die Zeit darstellt, mit begleitendem erklärendem Text.

Fast einer von zehn in NRW bekommt Mindestsicherung - NRW: Fast 2 Millionen Menschen erhalten Ende 2024 Grundsicherung – Reform plant strengere Regeln

Nordrhein-Westfalen verzeichnet steigende Zahlen bei Grundsicherungsbeziehern – fast 2 Millionen Menschen erhalten Ende 2024 Leistungen

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Einwohner, die auf Grundsicherungsleistungen angewiesen sind, gestiegen: Fast 2 Millionen Menschen beziehen Ende 2024 solche Unterstützungen. Die geplante Reform der Landesregierung sieht strengere Regeln vor, darunter härtere Sanktionen für diejenigen, die ihre Pflichten gegenüber dem Jobcenter nicht erfüllen.

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass etwa jeder neunte Einwohner (11,1 Prozent) in Nordrhein-Westfalen mittlerweile auf Grundsicherung angewiesen ist. Dazu zählen Arbeitslosengeld II, Grundsicherung im Alter, bei Erwerbsminderung sowie Hilfe zum Lebensunterhalt. Besonders hoch ist der Anteil in Gelsenkirchen, wo 21,7 Prozent der Bevölkerung solche Leistungen erhalten. Am niedrigsten ist die Quote dagegen in Raesfeld im Kreis Borken mit nur 3,7 Prozent.

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Allein die Grundsicherung im Alter beziehen landesweit rund 321.000 Menschen. Die Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen sank hingegen um etwa 15.100 auf 88.555 Personen. Mit über 1,55 Millionen Beziehern stellt das Bürgergeld den größten Teil der Grundsicherungsempfänger.

Die schwarz-rote Koalition plant eine Reform des Bürgergelds, das künftig in Grundsicherung umbenannt werden soll. Die neuen Regeln sehen vor, dass Personen, die wiederholt Termine im Jobcenter versäumen, ihre Leistungen vollständig verlieren können. Zudem werden die Teilnahmepflichten für Leistungsbezieher verschärft.

Die Reform wird die Grundsicherung in Nordrhein-Westfalen grundlegend verändern – mit strengeren Auflagen für die Empfänger. Da fast 2 Millionen Menschen auf diese Leistungen angewiesen sind, könnten die Änderungen einen erheblichen Teil der Bevölkerung betreffen.

Quelle