Neue Forschung: Jüdische Fluchtwege aus Duisburg während des Nationalsozialismus
Albin KeudelNeue Forschung: Jüdische Fluchtwege aus Duisburg während des Nationalsozialismus
Am 13. November 2022 stellt Johanna Ritzel ihre Masterarbeit über Flucht und Auswanderung der jüdischen Gemeinde Duisburgs vor. Die kostenlose Veranstaltung findet im Duisburger Stadtarchiv statt; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Beginn ist um 18:15 Uhr in der "DenkStätte" des Stadtarchivs. Ritzels Forschung konzentriert sich auf die Erlebnisse jüdischer Männer und Frauen aus Duisburg und dokumentiert ihre Flucht- und Auswanderungswege. Anhand einzelner Biografien gibt sie Einblicke in deren Leben während dieser Zeit.
Ihre Studie ist die erste systematische Untersuchung zu diesem Thema seit der Veröffentlichung von Geschichte der Duisburger Juden im Jahr 1986. Zentrale Fragen sind, wie viele jüdische Einwohner:innen die Stadt verließen und wann die größten Auswanderungswellen stattfanden. Die Veranstaltung beleuchtet zudem das grundsätzliche Dilemma zwischen Bleiben und Fliehen – ein Thema, das auch in heutigen Migrationsdebatten aktuell bleibt.
Aufgrund der begrenzten Platzzahl von 60 Teilnehmenden entsteht eine intime Atmosphäre für die Diskussion. Ritzels Erkenntnisse liefern neue Perspektiven auf die jüdische Geschichte Duisburgs. Die Präsentation markiert die erste umfassende Aktualisierung dieses Themas seit über drei Jahrzehnten. Die Besucher:innen erhalten ein vertieftes Verständnis der Herausforderungen, vor denen die Ausgewanderten standen.






